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4 Symptome eines Koffeinentzugs

Junge Frau erlebt Symptome eines Koffeinentzugs, wie Kopfschmerzen
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Die Symptome eines Koffeinentzugs können auch beruflich ein Handicap darstellen. (Prostock-studio / Shutterstock.com)

Wer jeden Tag mehrere Tassen Kaffee trinkt, dann aber die Koffeinzufuhr völlig abstellt, wird oft mit diesen 4 Symptomen konfrontiert.

Wenn uns Kaffee mal wieder über eine morgendliche Sinnkrise hinweghilft, haben wir das dem Koffein zu verdanken. Der Wirkstoff fördert beim Menschen Energie und Konzentration, indem er das zentrale Nervensystem anregt. Wer täglich Koffein konsumiert, entwickelt allerdings auch eine körperliche Abhängigkeit. Ein plötzlicher Koffeinstopp zieht daher oft Konsequenzen mit sich. Die Symptome beginnen etwa 24 Stunden nach der letzten Tasse und halten meist ein paar Tage an. Wir stellen die 4 häufigsten vor.

Symptom 1: Kopfschmerzen

Insbesondere im Gehirn trägt Koffein zur Reduktion des Blutflusses bei, was wiederum Kopfschmerzen lindern kann – sofern man nicht zu viel von dem Wirkstoff erwischt. Hören wir plötzlich mit jeglichem Koffeinkonsum auf, lässt das die Blutgefäße wieder etwas anwachsen. Nach einigen Tagen gewöhnt sich das Gehirn an den veränderten Blutfluss, zu Beginn treten jedoch vermehrt Kopfschmerzen auf.

Symptom 2: Müdigkeit

Wenn sich der Körper auf den Schlaf vorbereitet, ist der Botenstoff Adenosin für das Verlangsamen des Nervensystems verantwortlich. Koffein blockiert die Adenosinrezeptoren und sorgt dadurch für eine verstärkte Aufmerksamkeit des Gehirns. Geht man aber plötzlich in den Kaffee-Streik, kann der gegenteilige Effekt eintreten. Das Gehirn hat sich an das Koffein gewöhnt und braucht erstmal wieder ein paar Tage, um ohne ihm klarzukommen. Verstärkte Müdigkeit ist die logische Folge.

Symptom 3: Stimmungsschwankungen

Ein plötzlicher Koffeinstopp verändert die chemische Zusammensetzung im Gehirn drastisch. Der völlig neue Hormon-Mix überfordert manch ein Gemüt. Wer Kaffee "absetzt", muss daher mit Stimmungsschwankungen und erhöhter Reizbarkeit rechnen. Bei starker Abhängigkeit kann der Entzug auch depressive Verstimmungen sowie Ängste zutage fördern.

Symptom 4: Konzentrationsschwierigkeiten

Eine neue Studie hat offenbart, wie bereits kleine Mengen von Koffein bei vielen Menschen die Reaktionszeit verkürzen und die Gedächtnisfähigkeit verbessern. Frauen über 65 reduzieren einer anderen Untersuchung zufolge durch regelmäßigen Koffeinkonsum sogar ihr Demenzrisiko. Verwöhnen wir unser Gehirn plötzlich nicht mehr mit Koffein, können Konzentrationsprobleme auftreten.

Wie löse ich das Problem?

Für gesunde Menschen stellt gemäßigter Koffeinkonsum prinzipiell kein Gesundheitsrisiko dar. Ernährungsrichtlinien empfehlen eine tägliche Obergrenze von 400 Milligramm, das entspricht in etwa 4 Tassen Kaffee. In dieser Rechnung ist allerdings zu beachten, dass auch andere Produkte Koffein enthalten. Eine regelmäßige Überdosierung kann unter anderem schwerwiegende Schlafprobleme sowie einen erhöhten Blutdruck herbeiführen.

 

Wer dem Koffein ein für alle Mal abschwören möchte, sollte Geduld walten lassen. Ein kalter Entzug geht in vielen Fällen mit den genannten Nebenwirkungen einher. Besser ist es, den Koffeinkonsum stückweise zu reduzieren. Der Körper freut sich in dieser Phase außerdem über ausreichend Schlaf sowie viel Wasser. Dehydrierung verschlimmert Müdigkeit und Kopfschmerzen. 

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


25.04.2019

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