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Kleinkinder: Behindert Bildschirmzeit die Entwicklung?

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Kleinkinder, die zu oft am Handy spielen, haben eventuell Probleme bei der Entwicklung. (UvGroup / Shutterstock.com)

Zu viel Zeit vor Geräten wie Smartphone oder Tablet zu verbringen, schadet womöglich der Entwicklung von Kleinkindern.

Smartphone, Fernseher, Tablet und Co.: Immer mehr Menschen sind überzeugt, dass die meisten Kinder viel zu viel Zeit vor Bildschirmen verbringen. Was bislang nur eine weit verbreitete Vermutung war, das wird nun auch von wissenschaftlicher Seite gestützt. Forscher der Universität Calgary in Kanada haben einen Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und einer eingeschränkten oder verzögerten Entwicklung von Kleinkindern hergestellt.

Klarer Zusammenhang

Die Studienautoren haben Kindern zwischen 2 und 5 Jahren klassischen Entwicklungstests unterzogen. Zusätzlich wurden die Erziehungsbeauftragten über die durchschnittliche tägliche Bildschirmzeit der Kleinen befragt. Das Ergebnis überraschte nur in seiner Deutlichkeit. Kinder, die mit 24 Monaten mehr Zeit am Bildschirm verbrachten, schnitten mit 36 Monaten unterdurchschnittlich bei den Tests ab. In den anderen Altersgruppen zeigte sich eine ähnliche Tendenz.

Zwischenmenschliches ist entscheidend

Darüber, warum das Beschäftigen mit den digitalen Geräten anscheinend die Entwicklung hemmt, kann die Studie keine Aussage treffen. Allerdings vermuten die Autoren eine relativ simple Schlussfolgerung. Wenn Kinder viel Zeit mit Handy oder Tablet verbringen, kommen andere, für die Entwicklung wichtige Aktionen zu kurz. Entscheidend seien vor allem die zwischenmenschlichen Interaktionen mit den Eltern bzw. Erziehenden. 

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


31.01.2019