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Kinder verwenden zu viel Zahnpasta

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Eltern sollten Kindern schon früh, die richtigen Routinen beim Zähneputzen beibringen. (Oksana Kuzmina / Shutterstock.com)

Laut einer amerikanischen Gesundheitsbehörde verwenden kleine Kinder oft zu viel Zahnpasta, was auf lange Sicht zu Problemen führen könnte.

Zähne sind ein wichtiges Werkzeug des menschlichen Körpers. Jeder, der schon einmal mit Problemen am Gebiss zu kämpfen hatte, weiß, wie einschränkend dies sein kann. Um Essen verdaufertig zu zermahlen, sind gesunde Beißer schlichtweg eine Notwendigkeit. Damit wir möglichst lange auf einen funktionierenden Kauapparat setzen können, sollte regelmäßiges Zähneputzen eine Selbstverständlichkeit sein. Idealerweise beginnt die Hygieneroutine bereits mit dem allerersten Zahn eines Kleinkindes.

 

Eine Untersuchung der CDC – eine amerikanische Behörde zur Krankheitsprävention – zufolge halten sich erfreulicherweise die meisten Eltern an diese Empfehlung. Allerdings hat die aktuelle Umfrage auch ein weniger positives Detail ans Licht gebracht. Demnach verwenden viele Kleinkinder zu viel Zahnpasta. Knapp 40 % der 3- bis 6-Jährigen schmieren sich regelmäßig mehr als die empfohlene Menge auf die Bürste.

 

Eigentlich sollte man in diesem Alter maximal eine erbsengroße Portion an Zahnpasta verwenden. Was nach einer recht harmlosen, zufälligen Beobachtung klingt, kann in seltenen Fällen durchaus negative Folgen haben. Entscheidend ist dabei der Inhaltsstoff Fluorid. Dieser leistet einen entscheidenden Beitrag zum Schutz vor Karies. Wer über mehrere Jahre hinweg täglich zu viel davon abbekommt, riskiert allerdings auch negative Folgen.

Weiße Flecken sind geringstes Problem

Möglich ist etwa die Bildung von weißen Flecken auf den Zähnen. Bei Kindern unter 6 Jahren gibt es ein weiteres potentielles Problem. Anders als Erwachsene können sie noch nicht richtig ausspucken. In der Folge werden Teile der Zahnpasta hinuntergeschluckt, weshalb das Fluorid im schlimmsten Fall sogar die Knochendichte der Kinder attackieren kann.

 

Trotz des beunruhigenden Studienergebnisses betonen Experten allerdings, dass nur bedingt Grund zur Sorge besteht. So sei eine Überdosierung durch die ein- oder zweimalige Verwendung von zu viel Zahnpasta unmöglich. Bedenklich sei lediglich eine langjährige Fehlverwendung. Zudem seien weiße Flecken wesentlich häufiger auf beginnendes Karies als auf einen Fluorid-Überschuss zurückzuführen.

Slideshow: Tipps für die Zahnpflege

Braves Putzen und regelmäßige Kontrollbesuche

Eltern sollten die Aussendung der CDC daher auch weniger als Warnung, sondern mehr als Hinweis verstehen. So gilt es, dem Nachwuchs früh die richtigen Zahnputzgewohnheiten beizubringen. Dazu gehört neben der regelmäßigen Pflege eben auch eine gewisse Zurückhaltung in Sachen Zahnpasta. Mehr als eine erbsengroße Portion wird ohnehin selbst Erwachsenen nicht empfohlen.

 

Mindestens 2 Mal pro Tag müssen wir, unabhängig vom Alter, unser Gebiss gründlich von Essensresten befreien, um Karies und andere Zahnschäden zu vermeiden. Ob man am Morgen vor oder nach dem ersten Essen putzt, ist im Prinzip Geschmackssache. Nur wer gerne säurehaltige Lebensmittel wie Früchte oder Orangensaft frühstückt, sollte seine Zähne lieber schon davor putzen, um Schutz aufzubauen. Neben der ordentlichen Zahnpflege wird alle 6 Monate ein Kontrollbesuch beim Zahnarzt empfohlen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


12.02.2019

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