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Gestresste Kinder? Schenkt ihnen Hunde!

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Bei vielen Kindern hat sich das Haustier als bester Freund etabliert. (Pixabay.com)

Stress ist längst nicht mehr den Erwachsenen vorbehalten, auch Kinder sind immer öfter betroffen. Mit ihrer beruhigenden Wirkung können Haustiere eine Lösung darstellen.

Mit Stress werden Dinge wie Verantwortung, Leistungsdruck und Überforderung in Verbindung gebracht. Dass davon schon die Kleinsten unter uns betroffen sein sollen, ist eigentlich eine Horrorvorstellung, entspricht aber der Realität. Aktuelle Studien belegen, unter welch großer Anspannung heutzutage viele Kinder stehen. Eltern, die dagegen vorgehen wollen, könnten über ein Haustier nachdenken.

Aufgaben lösen

An einer Universität in Florida konnten Wissenschafter aufzeigen, dass die Anwesenheit eines geliebten Tieres Kinder beruhigen kann. Für die Studie wurden 7- bis 12jährige Kinder mit Sprech- und Rechenaufgaben konfrontiert. Allerdings wurde die Situation, in der diese gelöst wurden, unterschiedlich gestaltet. Die erste Gruppe musste die Übungen ganz alleine ablegen, die zweite hingegen bekam moralische Unterstützung durch einen Elternteil und bei der dritten war der Hund des jeweiligen Kindes dabei.

Bellende Beruhigung

War der treue Vierbeiner anwesend, führte dies zu einem im Schnitt wesentlich niedrigeren Stresslevel, das Mediziner anhand des Cortison-Gehaltes identifizieren können. Das Hormon wird vom Körper immer dann verstärkt produziert, wenn wir mit Stresssituationen umgehen müssen. Besonders beruhigend wirkte der Hund offensichtlich auf jene Kinder, die sich ganz bewusst mit dem Tier beschäftigten.

Der beste Freund

Durch die Studie wird einmal mehr deutlich, wie sinnvoll die Möglichkeiten der Tiertherapie in den Alltag integriert werden könnten. Zuletzt zeigten britische Forscher auf, dass Kinder ihre Haustiere sogar noch mehr wertschätzen als die eigenen Geschwister. Demnach sei das Verhältnis zum animalischen Kumpel von besonderer Friedlichkeit geprägt.

Gut überlegen

Aufgrund dieser Erkenntnisse dem in letzter Zeit etwas gestresst wirkenden Nachwuchs sofort einen bellenden Freund zu kaufen, wäre dennoch eine Überreaktion. Die Entscheidung, ein Haustier aufzunehmen, sollte immer wohlüberlegt sein. Von den Kleinen darf nicht erwartet werden, dass sie volle Verantwortung für das Wohlbefinden eines Tieres übernehmen können. Ein offenes Ohr für die Anliegen des Kindes zu haben ist im Kampf gegen Stress ein mindestens genau so gut geeignetes Mittel.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


16.05.2017