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Immunsystem ändert sich mit Jahreszeiten

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Unser Immunsystem verändert sich in den einzelnen Jahreszeiten: Im Winter sind wir eher verschnupft. (psdesign1 – Fotolia.com)

Nicht nur wir freuen uns auf den Sommer, auch unser Körper kann das warme Wetter gut gebrauchen. Denn Forscher haben nun herausgefunden, dass sich unser Immunsystem mit den Jahreszeiten ändert.

Im Winter sind wir alle verschnupft und im Herbst verstärken sich Depressionen, während wir zu den warmen Jahreszeiten besonders viel Energie verspüren. Eine neue Studie erklärt diese eigenartigen Entwicklungen in Körper und Geist mit einem interessanten Ansatz: Unser Immunsystem richtet sich genauso wie wir an den vier Jahreszeiten.

Jahreszeit beeinflusst Immunsystem

Britische Forscher haben untersucht, warum die Gesundheit des Menschen über das Jahr hinweg so stark schwankt. Tatsächlich gibt es bei manchen Krankheiten - z.B. bei Diabetes, Multiple Sklerose, Depression - Nachweise, dass sie sich je nach Jahreszeit unterschiedlich entwickeln. Die Erklärung der Studie ist, dass unser Immunsystem mit den Jahreszeiten variiert.

Schwankhaft: Immunsystem je nach Jahreszeit verschieden

Mehr als 5.000 Gene des menschlichen Erbguts ändern langfristig ihre Aktivität, wobei manche im Sommer und andere im Winter aktiver sind. In weiterer Folge wirkt sich das auch auf die Zellen aus, die für die Immunabwehr zuständig sind. So erklärt sich eben, warum manche Krankheiten sich im Winter verschlechtern. Diese neuen Erkenntnisse könnten dazu führen, dass Krankheiten in Zukunft je nach Jahreszeit unterschiedlich behandelt werden.

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


13.05.2015