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Kinder mögen Haustiere mehr als ihre Geschwister

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Für Kinder ist der Hund oft interessanter als das Schwesterchen. (nuzza11 - Fotolia.com)

Von wegen Schwesterherz oder Bruderherz: Wenn es nach einer neuen Studie geht, haben wir zumindest im Kindesalter eine bessere Beziehung zu Haustieren als zu den eigenen Geschwistern.

Hunde sollen bekanntlich ja die besten Freunde des Menschen sein, andere Tiere stehen bei uns ebenfalls hoch im Kurs. Auch in der Medizin nimmt man ihre Bedeutung verstärkt zur Kenntnis, wie etwa an der steigenden Beliebtheit der Tiertherapie zu erkennen ist. Vor allem Kinder entwickeln oft eine sehr enge Verbindung zu den Vierbeinern. Eine Studie zeigt nun ein Detail auf, das so manchen ein bisschen kränken dürfte.

Beziehung analysieren

Denn Kinder haben zu ihren Haustieren in den meisten Fällen ein besseres Verhältnis als zu den eigenen Geschwistern. Zu dieser Erkenntnis kam ein britisches Forscherteam im Rahmen einer Untersuchung, bei der das sogenannte "Network of Relationships Inventory" (NRI) zum Einsatz kam. Dahinter verbergen sich 30 Fragen, anhand derer die Beziehung zu einem anderen Lebewesen analysiert wird.

Kein Streit mit dem Hund

Bei den 12jährigen Studienteilnehmern schnitten die Haustiere besser ab als die vermeintlich geliebten Brüder und Schwester. Inwiefern dies überraschend oder überhaupt eine Untersuchung wert ist, darf aber kritisch hinterfragt werden. So wird unter anderem im Detail analysiert, dass die Beziehung zum Tier meist friedlicher verläuft als jene zu den Geschwistern. Kinder streiten also relativ selten mit ihrem Hund - das hätten wir wohl ohne Studie auch erraten.

Viele Möglichkeiten

Die Autoren sehen dennoch einen weiteren Beweis für die positive mentale Wirkung der Tiere. Als Kind regelmäßig mit einem Haustier in Kontakt zu treten würde demnach der langfristigen Entwicklung sehr zuträglich sein. In der Tiertherapie gibt es mittlerweile viele verschiedene Ansätze. Die Behandlung psychischer Probleme ist dabei ebenso möglich wie eine unterstützende Therapie nach einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


08.02.2017

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