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Überraschende Art um Erdnussallergie vorzubeugen

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Werden Erdnüsse in der Kinder-Ernährung vermieden, nimmt sie die körpereigene Abwehr später häufiger als gefährlich wahr. (Pixabay.com)

Erdnüsse lösen bei vielen Kindern eine allergische Reaktion aus. US-Amerikanische Forscher haben nun eine Methode entdeckt, diese Allergie vorzubeugen - selbst, wenn bereits erste Symptome sichtbar waren.

Insgesamt 640 Babys nahmen an der Studie teil. Sie wiesen bereits allergische Tendenzen auf, etwa durch Neurodermitis (Atopisches Ekzem) oder durch eine Ei-Allergie. Ein Prick-Test wurde durchgeführt, um bereits bestehende Erdnussallergien zu diagnostizieren. Die Hälfte der Babys - ob allergisch oder nicht - erhielten nun unter medizinischer Aufsicht regelmäßig Erdnüsse. Bei ausgeprägter Erdnussallergie handelte es sich um Kleinst-Mengen, um einen allergischen Schock zu vermeiden. Ergebnis: Nach 5 Jahren waren nur 2 % aller Babys auf Erdnüsse allergisch, in der Vergleichsgruppe waren es 14 %.

Gewöhnung des Immunsystems an Erdnüsse

Die Babys waren zu Beginn der Studie 4 - 11 Monate alt. Dieser Zeitraum wurde gewählt, da sich das Immunsystem noch stark in der Entwicklung befindet und Allergien häufig erstmals zu bemerken sind. Deshalb könne zu dieser Zeit noch mit beeinflusst werden, worauf Kinder später allergisch reagieren, so die Theorie der Forscher.

 

Diese bestätigte sich in der Studie. Durch die regelmäßige Verabreichung von Erdnüssen wird das Immunsystem scheinbar so geprägt, die Inhaltsstoffe als "nicht gefährlich" einzustufen. Werden Erdnüsse in der Kinder-Ernährung vermieden, nimmt sie die körpereigene Abwehr später häufiger als gefährlich wahr.

Erdnüsse selbst Allergikern geben?

Die Wissenschafter der Studie raten Eltern aber nicht, ihren Babys einfach Erdnüsse zu füttern, selbst wenn diese ausgeprägte Allergien darauf haben. Das kann ohne medizinische Überwachung gefährlich ausgehen. Vielmehr sehen sie keinen Grund, bei gesunden Babys auf Erdnüsse zu verzichten: Dieses Vermeidungs-Verhalten würde das Risiko einer späteren Allergie steigern.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


24.02.2015

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