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England: Babys mit DNA von 3 Eltern

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Die DNA der Mitochondrien-Spenderin macht sich theoretisch nur in einer verbesserten Gesundheit des Kindes bemerkbar. (Pixabay.com)

Ein englischer Gesetzesentwurf soll es erlauben, Babys mit dem Erbgut 3er Eltern zur Welt zu bringen. Das soll Müttern mit genetischen Defekten ermöglichen, gesunde Babys zu bekommen.

Betroffen von dieser Gesetzesveränderung sind Frauen mit einem Fehler in ihren Mitochondrien, einem Zellorgan, das oft als "Kraftwerk" der Zelle bezeichnet wird, weil es diese mit Energie versorgt. Mitochondrien-Schäden der Mutter können bei Babys Probleme des Herzens, der Nieren, der Leber sowie extreme Muskelschwäche verursachen. Um das zu vermeiden, ist es medizinisch möglich, das Zellorgan im Ei der Mutter durch das eines Spendereis auszutauschen. Das ist sowohl vor, als auch nach der Befruchtung möglich und betrifft insgesamt weniger als 1 % der gesamten DNA.

Kritiker: Zukünftige Generation bedroht

Kritiker des Gesetzesentwurfes befürchten, dass Veränderungen der DNA im Labor Konsequenzen mit sich bringen, die momentan nur schwer abschätzbar sind. Ist das Erbgut einmal adaptiert, sei nicht nur das Baby selbst betroffen, sondern auch zukünftige Generationen. Schließlich geben Babys mit der DNA 3er Eltern das veränderte Mitochondrium auch an ihre eigenen Kinder weiter.

 

Da lediglich ein Zellorgan von der genetischen Veränderung betroffen ist, nicht aber der Zellkern selbst, macht sich die DNA der Mitochondrien-Spenderin theoretisch nur in einer verbesserten Gesundheit des Kindes bemerkbar. Das Baby würde aussehen wie Mama und Papa, ohne aber die Auswirkungen eines defekten Mitochondriums spüren zu müssen.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


05.02.2015

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