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Weniger trinken ist keine Lösung bei Blasenschwäche!

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Weniger zu trinken ist bei Blasenschwäche keine gute Idee. (Pixabay.com)

Bei älteren Menschen ist Blasenschwäche relativ häufig, eine klassische Therapie dafür ist das Blasentraining. Einfach weniger zu trinken ist hingegen überhaupt nicht sinnvoll.

Trotz seiner relativen Häufigkeit ist Blasenschwäche in vielen Teilen der Gesellschaft ein Tabuthema. Betroffenen ist es meistens peinlich, dass sie wesentlich öfter als andere Menschen die Toilette aufsuchen. Dabei ist das Phänomen gerade im höheren Alter alles andere als selten, und schämen muss man sich schon gar nicht dafür. In der Behandlung muss ein vermeintlich logischer Ansatz streng zurückgewiesen werden.

Gegenteiliger Effekt

Denn weniger zu trinken ist eine absolut schlechte Idee! Im ersten Moment mag es klug erscheinen, auf ein paar Gläser Wasser zu verzichten, um nicht ganz so oft aufs Klo laufen zu müssen. Tatsächlich aber erreicht man dadurch keinesfalls den gewünschten Effekt. Wenn wir zu wenig trinken, führt dies zu einem sehr stark konzentrierten Urin. Dieser reizt unsere Niere, weswegen wir paradoxerweise sogar öfter auf die Toilette müssen als umgekehrt.

Bitte keine Trinkdiät

Abgesehen davon sollte eigentlich jeder Mensch mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag zu sich nehmen. Klassische Anzeichen eines Mangels sind etwa Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen, da unser Gehirn von ausreichend Flüssigkeitszufuhr abhängig ist. Zur Symptomatik können sich auch Verdauungs- oder leichtere Sehprobleme gesellen. Wer sich über einen längeren Zeitraum hinweg auf eine Trinkdiät setzt, riskiert außerdem Schädigungen an der Niere.

Beckenboden stärken

Betroffene einer Blasenschwäche sind also gut daran beraten, einen anderen Ansatz zu wählen. Gängigste Therapie ist das sogenannte Blasentraining, dessen wichtigster Bestandteil das Beckenbodentraining ist. Dabei wird ein in klassischen Sportroutinen oft vernachlässigter Teil unseres Körpers mit gezielten Übungen gestärkt. Je nach Symptomatik können unterstützend Medikamente oder Elektrostimulationen zum Einsatz kommen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


13.03.2017

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