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Bienenstiche: Bin ich allergisch?

Frau hat Bienenstich am Arm und wundert sich, ob sie Bienenstichallergie hat
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Bienenstiche machen sich meistens recht rasch bemerkbar. (WIRACHAIPHOTO / Shutterstock.com)

Insekten sind eine recht unbeliebte Begleiterscheinung des Sommers. Für Allergiker kann ein Bienenstich im schlimmsten Fall sogar gefährlich werden.

So wichtig Bienen für das Funktionieren unseres Ökosystems sind, so unangenehm sind sie im sommerlichen Alltag. Ein Bienenstich ist naturgemäß für jeden Menschen unangenehm, für manche aber wird er zu einer regelrechten Gefahr. Schätzungen zufolge haben mehr als 5 % aller Menschen irgendwann in ihrem Leben eine starke allergische Reaktion auf einen Insektenstich.

 

Bienenstichallergien bleiben oft mehrere Jahre lang unerkannt, wenn mehrere Monate zwischen unangenehmen Begegnungen mit Bienen liegen. Denn eine allergische Reaktion tritt in vielen Fällen erst beim zweiten Stich binnen kurzer Zeit auf. Prinzipiell lassen sich die Folgen eines Bienenstichs in 3 grobe Kategorien einteilen:

  • normale, milde Reaktion
  • leichte allergische Reaktion
  • starke allergische Reaktion

Milde Reaktion

Üblicherweise macht sich die gestochene Stelle durch einen brennenden Schmerz, eine leichte Schwellung und eventuell auch durch eine Rötung bemerkbar. Eine medizinische Behandlung ist in diesem Fall nicht notwendig. Gegen etwaige Schmerzen helfen Kühlmaßnahmen oder schmerzlindernde Salben aus der Apotheke.

Leichte allergische Reaktion

Besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber Bienengift, kommt es meistens zu einer leichten allergischen Reaktion. Typisch dafür sind eine besonders starke Rötung sowie ein Anschwellen der betroffenen Hautstelle um mehrere Zentimeter. Es kann dabei durchaus bis zu einer Woche dauern, ehe der Stich völlig abgeheilt ist. Zeigt man eine solche Reaktion, besteht ein erhöhtes Risiko, bei einem zukünftigen Stich stark zu reagieren.

Starke allergische Reaktion

Als Anaphylaxie oder umgangssprachlich auch allergischer Schock bezeichnet man eine besonders starke allergische Reaktion des Körpers. Meistens entwickeln sich die Symptome sehr rasch:

  • juckender, roter Ausschlag
  • Anschwellen von Rachen oder Zunge
  • Atemprobleme
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Schwindel
  • schwacher Puls
  • Ohnmacht

 

Besteht auch nur ein leichter Verdacht auf eine Anaphylaxie, sollte umgehend die Rettung gerufen werden. Bis zu deren Eintreffen legt sich der Betroffene auf den Rücken, idealerweise mit hochgelagerten Füßen. Dies unterstützt den Blutfluss ins Herz und hilft, die Übelkeit zu kontrollieren.

Mit Hausverstand durch den Sommer

Bei aller Vorsicht muss festgehalten werden: Ein allergischer Schock ist, gerade auch in Zusammenhang mit einem Bienenstich, äußerst selten. Dennoch gilt, wie immer in der Gesundheit, dass Vorbeugung die beste Behandlung ist. Garantiert vermeiden lässt sich ein Bienenstich natürlich nicht, mit etwas Hausverstand hält sich das Risiko jedoch in Grenzen. An was Bienenstichallergiker bei sommerlichen Ausflügen denken sollten:

  • Sandalen vermeiden
  • Arme und Beine tendenziell abdecken
  • keine stark riechenden Parfums
  • Essen im Freien immer gut abdecken
  • Fenster beim Autofahren schließen

 

Begegnet man einer Biene, sollte man jedenfalls – Allergie hin oder her – versuchen, die Ruhe zu bewahren. Wildes Herumfuchteln führt meist nur zu einer Eskalation. Um abenteuerliche Bienenausflüge in unser Inneres zu vermeiden, sollte außerdem vorsichtshalber der Mund geschlossen bleiben.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


27.06.2019

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