×

Je einfühlsamer der Arzt, desto gesünder der Patient

Diesen Artikel mit Freunden teilen
Ärztinnen sind bei den Patienten beliebter als ihre männlichen Kollegen. (bnenin - Fotolia.com)

Einen Arzt zu finden, der einem richtig zuhört, kann je nach Ort und Glück eine Leichtigkeit oder eine Lebensaufgabe sein. Wie wichtig einfühlsame Ärzte sind, zeigt nun eine aktuelle Studie.

Das Warten auf die richtige Diagnose kann für den Patienten in manchen Fällen eine ganz schöne Herausforderung sein. Selbst für den passenden Facharzt ist es nicht immer sofort erkennbar, ob die jüngsten Migräneattacken auf vergleichsweise harmlose Überlastung oder schwerwiegende Ursachen zurückzuführen sind. Für eine seriöse Behandlung braucht es seitens des Arztes aber nicht nur Kompetenz, sondern auch ausreichend Einfühlungsvermögen.

Vorgaben eher eingehalten

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie, die auf der Analyse 64 früherer Untersuchungen basiert. Je empathischer der behandelnde Arzt ist, umso besser verläuft demnach die Behandlung. Wenn Onkel oder Tante Doktor wirklich zuhören, haben Patienten seltener Angst sowie weniger Schmerzen und halten sich gründlicher an die vorgeschriebene Therapie - wie etwa die Einnahme von Medikamenten.

Zu wenig Zeit

Wichtig ist es den Patienten, dass Ärzte ihre Situation nachvollziehen können und ausdrücklich Verständnis äußern. Geschätzt wird außerdem ein möglichst langes Gespräch, was vielerorts wiederum in strengen Widerspruch zur tatsächlichen Lage steht. Denn der Studie zufolge muss der durchschnittliche Arzt ein Viertel seiner Arbeitszeit für administrative Tätigkeiten wie das Schreiben von Protokollen opfern.

Empathische Amerikaner

Ärztinnen und Pflegerinnen wirken auf die Patienten übrigens einfühlsamer als ihre männlichen Kollegen. Unterschiede sind auch zwischen den Ländern festzustellen. In den USA, Großbritannien und Australien arbeiten demnach besonders empathische Ärzte, während Hong Kong in dieser Reihung das Schlusslicht darstellt. Österreich wurde in der Statistik nicht berücksichtigt, unsere Nachbarn aus Deutschland landeten im Mittelfeld.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


01.09.2017

Ihre Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Cookies auf dieser Website.


gesund.at verwendet Cookies, um Ihr Nutzungsverhalten automationsunterstützt zu analysieren und Ihnen personalisierte Werbung einzublenden, die Ihren ermittelten Interessen entspricht. Sie können hier alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen


oder weitere Informationen in unsere Cookie-Richtlinie einsehen und sich dann entscheiden. Die erteilte Zustimmung können Sie jederzeit für die Zukunft widerrufen, lässt aber bereits auf Grund der erteilten Zustimmung erfolgte Verarbeitungen unberührt. minimed.at verwendet ebenso Cookies, um Ihnen die Nutzung von gesund.at zu ermöglichen und nutzerfreundlich zu gestalten und Zugriffe auf gesund.at zu analysieren. Diese Cookies können Sie hier abwählen.

Weitere Informationen zu den Cookies und den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten sowie zur Ausübung des Widerrufsrechtes finden Sie hier.