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Mit VR-Brille in den Babybauch schauen

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Eine klassische Ultraschalluntersuchung könnte irgendwann zum Auslaufmodell werden. (bluemoon1981 - Fotolia.com)

Eine erfolgreiche erste Ultraschalluntersuchung ist für viele werdende Mütter ein einzigartiges Erlebnis. Zukünftig könnten sogar virtuelle 3D-Bilder des ungeborenen Kindes möglich sein.

Es ist für viele Menschen der Inbegriff des absoluten Glücks, wenn bei der Ultraschalluntersuchung in kaum erkennbaren Bildern das heranwachsende Baby zum Vorschein kommt. Dass wir ohne ärztliche Hinweise vielleicht gar nicht erkennen würden, was genau wir da zu sehen bekommen, ist dabei herzlich egal. Schließlich handelt es sich ja um den eigenen Nachwuchs, der da im Mutterbauch umherirrt.

MRT nur bei Verdacht

Allgemein gilt eine Ultraschalluntersuchung während der Schwangerschaft eigentlich als ausreichend, um die weitgehende Gesundheit des Kindes zu garantieren. Wenn der Verdacht auf eine Anomalie besteht, kann der Arzt noch eine auch als MRT bekannte Magnetresonanztomographie zur Aufklärung anordnen. Soweit sieht der aktuelle Stand der Dinge aus, in Zukunft könnte aber eine ganz andere Methode zum Standard werden.

Dreidimensionales Babymodell

Brasilianische Wissenschafter haben mit Hilfe eines MRTs, komplexen Computerprogrammen und Virtual Reality-Brillen ein virtuelles 3D-Modell eines Fötus entwickelt. Entsprechende Ausstattung vorausgesetzt kann man das Baby nun aus verschiedensten Blickwinkeln beobachten. Als tolles neues Feature für werdende Eltern ist die Methodik aber zumindest vorerst noch nicht angedacht.

Anatomie besser verstehen

Der Nutzen dürfte vielmehr wissenschaftlicher sowie medizinischer Natur sein. Nach Angaben der Studienautoren könnten die Virtual Reality-Modelle etwa helfen, die generelle Anatomie des Fötus genauer zu verstehen. Das wiederum könnte der Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen sein. Und in medizinischer Hinsicht sind mögliche gesundheitliche Probleme des Babys zukünftig vielleicht besser zu erkennen.

Nicht aus Jux und Tollerei

Zumindest für jene werdenden Eltern, die finanziell besonders gut ausgestattet sind, könnte ein Virtual Reality-Modell des ungeborenen Kindes aber vielleicht doch interessant sein. In diesem Punkt werden aber auch einige kritische Stimmen laut, denn zur puren Unterhaltung sollten derartige Schwangerschaftsuntersuchungen eigentlich nicht durchgeführt werden. So kann das entwickelte Modell als toller Erfolg für die Wissenschaft, aber nicht unbedingt als bessere Alternative zum Ultraschall gesehen werden.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


25.07.2017

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