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Spargel: das gesunde Stangerl

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Spargel birgt jede Menge Ballaststoffe und Spurenelemente (Pexels.com)

Die Spargelsaison gilt als eröffnet, in Grün, Weiß und sogar Violett findet die Staude - Asparagus auf Latein - wieder Einzug in Österreichs (Super-) Märkte und Küchen. Beherzt zugreifen lohnt sich, denn das Gemüse birgt wahre Gesundheitswunder.

Spargel steckt nämlich voller gesundheitsförderlicher Inhaltsstoffe, die bei Problemen wie Verstopfung, Diabetes, Krankheiten der Galle, der Leber oder der Blase unterstützend wirken. Aufgrund seiner phallischen Form gilt er als natürliches Aphrodisiakum, tut schwangeren und stillenden Frauen gut und macht dank seines niedrigen Kaloriengehalts auch noch eine gute Figur. Übrigens: Ob der Urin nach Spargelgenuss so merkwürdig streng riecht, bestimmen die Gene und betrifft etwa 50 % der Menschen.

Einmal gesund "spargeln" bitte!

Das mit großem Arbeitsaufwand angebaute und deshalb auch eher kostenintensive Gemüse enthält jede Menge Ballaststoffe, Magnesium, Kalzium, Kalium, B-Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Folat. Letzteres ist die natürliche und aktive Form der Folsäure, weswegen vor allem Schwangere sowie Stillende vom Verzehr profitieren. Die Kombination aus viel Kalium und geringem Natriumgehalt wirkt harntreibend, was Spargel besonders für Menschen wertvoll macht, die Probleme beim Wasserlassen haben.

Schlank wie ein Spargel

Das Frühlingsgemüse beeinflusst den Blutzuckerspiegel aufgrund seines sehr niedrigen glykämischen Index kaum, weshalb es für Diabetiker eine hervorragende Beilage darstellt. Des Weiteren hat Spargel einen überschaubaren Energiegehalt. 100 Gramm weißer gekochter Spargel haben gerade einmal 13 Kalorien. Er besteht zu 95 % aus Wasser und fällt somit buchstäblich nicht ins Gewicht. Aber Vorsicht: Mit dicker fettiger Sauce Hollandaise sieht die Sache schon etwas anders aus! Empfehlenswerter sind leichte und fettarme Rezepte wie asiatischer Spargelsalat mit grünen Spargelspitzen oder weißer Spargel mit Kräuter-Joghurt-Sauce und Erdäpfeln.

Sexy Spargeltarzan

Dass Spargel eine sexuell anregende Wirkung hat stammt schon aus alten Aufzeichnungen aus Ägypten, Griechenland und Rom. Zu diesem Image dürfte auch die phallusartige Form des Spargels beigetragen haben. Wissenschaftlich belegt ist die potenzsteigernde Wirkung der Inhaltsstoffe nicht, das Erscheinungsbild des Gemüses soll allerdings die menschliche Phantasie anregen.

AUTOR


Mag. Julia Wild


ERSTELLUNGSDATUM


16.04.2015
QUELLEN
Praxisbuch Nahrungsmittel und Chinesische Medizin, U. Blarer Zalokar et al., Schiedlberg, Bacopa Verlag, 2009
Die Kräuter in meinem Garten, S. Hirsch, F. Grünberger, Linz, Freya Verlag, 2012

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