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Testosteron macht heiß auf Scharfes

Scharfe Speisen fördern Testosteron-Bildung
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Männer mit mehr Testosteron im Blut bevorzugen scharfes Essen. (Sea Wave - Shutterstock.com)

Das Sexualhormon Testosteron, das bei Männern und Frauen die Lust auf Sex fördert, beeinflusst auch unser Essverhalten. Laut einer Studie bevorzugen Männer mit einem hohen Testosteronspiegel scharf gewürzte Speisen.

Das ergab eine Studie der Universität Grenoble. Forscher untersuchten 114 Männer zwischen 18 und 44 Jahren. Zunächst maßen sie per Speichelprobe deren Testosteronspiegel und baten sie dann zu Tisch. Auf dem Speiseplan stand Kartoffelpüree, das angeblich vor der Markteinführung erprobt werden sollte. Die Männer durften es aber nach Belieben nachwürzen. Dafür standen Salz und eine scharfe Chili-Sauce zu Verfügung. Die Teilnehmer mit dem höchsten Testosteronspiegel verzehrten das meiste Chili, was an der erhöhten Risikobereitschaft liegen könnte, die viel Testosteron angeblich fördert.

Gefahrenbereit dank Testosteron?

Vorangegangene Studien kamen zu verschiedenen, teils widersprüchlichen Ergebnissen über die Wirkung von Testosteron auf die Psyche und das männliche Verhalten. Es ist wissenschaftlich abgesichert, dass viel Testosteron zu vermehrter Körperbehaarung und Muskelaufbau führt, aber gleichzeitig zur Entstehung von Haarausfall am Kopf beitragen kann.

 

Angeblich beeinflusst der Testosteron-Spiegel aber nicht nur das Aussehen, sondern auch den Charakter. Viel Testosteron steht laut manchen Studien mit der Bereitschaft in Verbindung, erhöhte Risiken einzugehen. So könnte kriminelles Verhalten oder die Tendenz, fremdzugehen durch eine gesteigerte Testosteron-Produktion gefördert werden. Ob Testosteron bei Männern und Frauen gleichermaßen wirkt, ist wissenschaftlich nicht vollständig abgeklärt. Jedenfalls könnte die verstärkte Risiko-Bereitschaft sich nicht nur in alltäglichen Verhaltensentscheidungen, sondern auch in Nahrungsvorlieben zeigen. Männer mit viel Testosteron trauen sich trotz anfänglicher Schmerzen eher zu Chili und Co. zu greifen - und kommen dabei langfrisitg auf den Geschmack. 

Scharfe Speisen fördern Testosteron-Bildung

Auch der Umkehr-Schluss ist denkbar. In Mäusestudien zeigte sich, dass Inhaltsstoffe im Essen sich auf Sexualhormone auswirken können. Scharfe Nahrung ließ bei Mäusen den Testosteronspiegel ansteigen. Beim weiblichen Hormon Östrogen ist ein Zusammenhang zwischen Essen und Hormonspiegel schon länger abgesichert. Pflanzliche Lebensmittel wie Soja und Frauenmantelkraut lassen den Östrogenspiegel auf natürliche Weise ansteigen, was sich z.B. in der Menopause und bei Regelschmerzen positiv auswirken kann. Ein Zusammenhang zwischen Ernährung - z.B. wärmenden Gewürzen wie Chili - auf den männlichen Testosteronspiegel ist daher ebenfalls denkbar.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Julia Wild


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


13.01.2015 / 07.06.2019

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