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Sushi gespeist und den Arm verloren

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Hübsch, lecker und vermeintlich gesund: Doch für einen Südkoreaner erwies sich Sushi als schlechte Wahl. (LIGHTFIELD STUDIOS / Fotolia)

Eine vermeintlich harmlose Mahlzeit kostete einem Südkoreaner den linken Unterarm.

Traditionell zubereitet hat Sushi weder allzu viele Kalorien, noch einen hohen Fettgehalt, zudem genießt man die Vorteile von Fisch oder Gemüse. Wer auf allzu ausgefallene Kreationen, etwa Rollen mit Mayonnaise oder Rinderfleisch, verzichtet, findet in der japanischen Spezialität eine relativ gesunde Mahlzeit.

Aggressive Infektionskrankheit

Es sei denn, man hat so viel Pech wie ein 71jähriger Südkoreaner, über dessen Fall nun das New England Journal of Medicine berichtete. Der Asiate steckte sich mit der nekrotisierenden Fasziitis an, einer aggressiven Infektionskrankheit. Schuld daran dürfte das Bakterium Vibrio-vulnificus gewesen sein, das im Wasser lebt und am häufigsten beim Verzehr von rohen, infizierten Meeresfrüchten in den Menschen gelangt.

Amputation unvermeidbar

Schon etwa 12 Stunden nach der Sushi-Mahlzeit hatte der Südkoreaner mit Fieber sowie starken Schmerzen in der linken Hand zu kämpfen, auf der sich in weiterer Folge außerordentlich große Blasen bildeten. Da weder das Aufstechen ebendieser, noch die Verabreichung von Antibiotika den gewünschten Effekt erzielten, blieb den Ärzten schließlich nichts anderes übrig als den betroffenen Unterarm zu amputieren.

Sushi-Verzicht ist kaum notwendig

Ein mulmiges Gefühl ist beim nächsten Besuch im Sushi-Restaurant trotz dieser Episode aber kaum angebracht. Die entsprechende Infektion ist äußerst selten, zudem hat sie nicht in jedem Fall so drastische Folgen. Beim betroffenen Südkoreaner spielten auch das hohe Alter sowie mehrere Vorerkrankungen eine entscheidende Rolle.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


30.08.2018

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