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Ist gesunde Ernährung bei gestressten Frauen sinnlos?

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Vielleicht sollten wir einfach mal durchatmen und lächeln, dann hat der Stress auch gegen die gesunde Ernährung keine Chance. (Pixabay)

Auf eine gesunde Ernährung ein verstärktes Augenmerk zu legen, kann sich in vielerlei Hinsicht positiv auswirken. Zumindest bei Frauen könnte der Effekt durch zu viel Stress aber aufgehoben werden.

Gesunde Ernährung ist vielleicht die sinnvollste Entwicklung in der Geschichte der Lifestyle-Trends. Selbst wenn Diskussionen rund um den vegetarischen oder gar veganen Lebensstil manchmal etwas ausarten, belegen sie doch eine positive Veränderung. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken darüber, was und wie viel sie zu sich nehmen sollten.

Frühstück doch sinnlos?

Tatsächlich kann eine sinnvolle Ernährungsweise das Wohlbefinden extrem steigern, auch das Risiko auf zahlreiche Krankheiten wird dadurch gesenkt. Wenn man einer neuen Studie glauben möchte, könnte dieser positive Effekt bei Frauen aber durch Stress wieder aufgehoben werden. Untersucht wurde ob die Wirkung eines ausgewogenen Frühstücks durch seelische Belastung eingeschränkt wird.

Warnhinweis

Tatsächlich waren die Vorteile bei jenen Versuchsteilnehmerinnen, die am Tag vor dem Frühstück gestresst waren, entweder stark reduziert oder gar nicht vorhanden. Demnach ist die Überlastung durch Arbeit also bis zum nächsten Morgen praktisch wie ein Gegenmittel zur gesunden Ernährung. Das mag zunächst mal ein bisschen ernüchternd klingen, sollte aber eher als Warnhinweis verstanden werden.

Obst, Gemüse, Fisch

Denn dass Stress unserem Körper ganz schön zusetzen kann, ist prinzipiell nichts Neues. Gesunde Ernährung ist bei hoher psychischer Belastung aber umso wichtiger, um dagegen zu wirken. Wenn es in der Arbeit hektisch wird, sollten wir auf möglichst fettarme Snacks setzen, um unseren Magen nicht zu überfordern. Gute Energielieferanten sind Obst und Gemüse, aber auch die Omega-3-Fettsäuren im Fisch sind als Kraftspender geeignet.

Teufelskreis durchbrechen

Aber nicht nur was, sondern auch wie wir essen kann wesentlich zum Wohlbefinden beitragen. Wie wäre es etwa, sich schon am Vorabend eine Speise herzurichten um die Mittagspause ausschließlich mit dem Verzehren dieser zu verbringen? Das erspart etwaiges hektisches Suchen nach Nahrung während der kurzen Pause. So lässt sich der Teufelskreis aus schlechter Ernährung, Stress und Unzufriedenheit gut durchbrechen.

Ernährungstipps gegen Stress

  • Langsam und bewusst zu essen kann Stress reduzieren. Ein rasches Hinunterschlingen sollten Sie vermeiden.
  • Unter Stress neigen Menschen dazu, irgendetwas in sich hineinzustopfen. Achten Sie also auf die Menge und essen nur was Sie wirklich brauchen.
  • Ein Müsli mit fettarmer Milch (oder fettarmen Joghurt) und frischem Obst bringt genug Energie für den ganzen Tag.
  • Bananen sorgen dank des Stoffes Tryptophan für gute Laune, denn der fördert im Gehirn die Bildung des Glückhormons Serotonin.
  • Stress ist sozusagen eine echte Zucker-Falle. Denn unter Druck greifen wir besonders gern zu süßen Speisen, obwohl uns diese nicht unbedingt beruhigen.
  • Fisch ist der wichtigste Lieferant von Omega-3-Fettsäuren, die beim Menschen für gute Laune sorgen. In Ländern mit hohen Fischkonsum gibt es weniger Depressionen.
  • Lecker, Pommes! Falsch gedacht, denn fetthaltige Speisen können Stress sogar verstärken.
AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


22.09.2016

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