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Stress macht Lust auf Süßes

Stress wirkt sich auf unsere Ernährung aus.
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Beruflicher Stress macht Lust auf Süßes. (Rawpixel.com - Shutterstock.com)

Stress-Esser haben es schon immer gewusst: Wer unter Stress anfängt zu futtern, kann nichts dafür. Denn Stress bremst die Selbstkontrolle, wie Forscher nun gezeigt haben.

Dabei greifen Stressgeplagte bevorzugt zu Schokolade, Snacks und Limos statt zu gesundem Essen. Das hat damit zu tun, dass sich Stress im Gehirn über mehrere Wege auswirkt, wie Wissenschafter der Universität Zürich herausgefunden haben. Es werden u. a. Signale verstärkt, die den Geschmack in den Vordergrund stellen. Daher sind Süßes, Fettes sowie Kohlenhydrate bei Gehetzten so beliebt.

Stress beeinflusst Selbstkontrolle

Die Forscher hatten ein Labor-Experiment mit Personen durchführt, die sich bewusst gesund ernähren und regelmäßig sporteln: Eine Testgruppe setzten sie moderatem Stress aus: Die Teilnehmer mussten unter Bobachtung eine Hand 3 Minuten lang in Eiswasser tauchen. Zuvor hatten sie 180 verschiedene Speisen danach beurteilt, ob sie sie für schmackhaft bzw. gesund halten. Das Ergebnis: Verglichen mit der Gruppe, die keinem Stress ausgesetzt wurde, haben Personen mit Eisbadbehandlung bevorzugt ungesunde Speisen ausgewählt.

Stress verändert Gehirnströme

Die Auswirkungen von Stress waren auch im Gehirn sichtbar, wie eine Magnetresonanztomographie belegte. Zwischen den Hirnregionen, die für die Ausübung von Selbstkontrolle wichtig sind, zeigten sich bei den gestressten Teilnehmern veränderte neuronale Verbindungsmuster.

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


07.08.2015 / 11.06.2019
QUELLEN
Maier et al.: Acute Stress Impairs Self-Control in Goal-Directed Choice by Altering Multiple Functional Connections within the Brain’s Decision Circuits. Neuron. August 5, 2015.

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