×

Wer selten isst, fördert Übergewicht

Diesen Artikel mit Freunden teilen
Richtiges Abnehmen geht nur mit regelmäßigem Sport und einer grundlegenden Ernährungsumstellung. (Pixabay.com)

Auch wenn man ein paar lästige Kilogramm loswerden möchte - die Pausen zwischen den Hauptmahlzeiten sollten nicht länger als 4 Stunden sein. Denn laut einer neuen Studie fördern ausgesetzte Mahlzeiten Übergewicht.

Richtiges  Abnehmen geht nur mit regelmäßigem Sport (z.B. Schwimmen, Radfahren, Laufen) und einer grundlegenden Ernährungsumstellung. Um die ideale Bikinifigur zu erreichen, greifen manche aber zu radikaleren Methoden und verzichten auf mehrere Mahlzeiten. Sinnvoll ist das nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht. Denn das Auslassen von Mahlzeiten setzt einen komplexen Prozess in Gang, der im Endeffekt Übergewicht sogar fördert.

Übergewicht: Selten zu essen nicht sinnvoll

Forscher in den U.S.A. haben mit Mäusen einen Test durchgeführt, der auch interessante Schlussfolgerungen über den Menschen zulässt. Dabei wurde untersucht, welchen Effekt es hat, wenn man Mahlzeiten auslässt. So wurden einem Teil der Mäuse ihr gesamtes Futter in einer einzigen Tagesportion verabreicht, während der Rest den ganzen Tag kleinere Nahrungsportionen bekam. Das Ergebnis war eindeutig: Jene Tiere, die nur eine Mahlzeit pro Tag erhielten, hatten um den Bauch herum mehr Fett angelagert. Auf Menschen umgemünzt bedeutet das, dass wir mehr Bauchfett anlagern, wenn das Essen nicht auf mehrere Portionen aufgeteilt wird.

Seltener essen nicht gut bei Übergewicht

Hinter diesem Phänomen steckt übrigens ein komplexer biologischer Prozess. Wenn man den Großteil des Tages fastet, entwickelt der Körper eine Resistenz gegenüber Insulin. Dadurch hört man nicht auf, Glucose zu produzieren. Somit zirkuliert mehr Zucker im Blut, das schlussendlich als Fett angelegt wird. Das fördert nicht nur Übergewicht, sondern auch Herzkrankheiten und Typ 2 Diabetes. So machen mehrere kleinere kalorienarme Mahlzeiten über den Tag verteilt eher schlank als eine einzelne große Portion.

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


21.05.2015
QUELLEN
"Short-term food restriction followed by controlled refeeding promotes gorging behavior, enhances fat deposition, and diminishes insulin sensitivity in mice" von M. Belury et al. In: The Journal of Nutritional Biochemistry, 2015

Ihre Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Cookies auf dieser Website.


gesund.at verwendet Cookies, um Ihr Nutzungsverhalten automationsunterstützt zu analysieren und Ihnen personalisierte Werbung einzublenden, die Ihren ermittelten Interessen entspricht. Sie können hier alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen


oder weitere Informationen in unsere Cookie-Richtlinie einsehen und sich dann entscheiden. Die erteilte Zustimmung können Sie jederzeit für die Zukunft widerrufen, lässt aber bereits auf Grund der erteilten Zustimmung erfolgte Verarbeitungen unberührt. minimed.at verwendet ebenso Cookies, um Ihnen die Nutzung von gesund.at zu ermöglichen und nutzerfreundlich zu gestalten und Zugriffe auf gesund.at zu analysieren. Diese Cookies können Sie hier abwählen.

Weitere Informationen zu den Cookies und den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten sowie zur Ausübung des Widerrufsrechtes finden Sie hier.