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Auf Schoko in Maßen reagiert das Herz ganz gelassen

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Ein bisschen Schoko zu naschen könnte uns vor Vorhofflimmern schützen. (Pixabay)

Schokolade als Medizin ist eine absolut traumhafte Vorstellung, die auf indirekte Weise sogar bereits Realität sein könnte. Denn das süße Glück schützt unser Herz gegen Vorhofflimmern.

Schokolade ist ein Laster, von dem sich viele Menschen einfach nicht befreien können. Die sogenannte Schokosucht kann dabei, wie unlängst aufgezeigt wurde, auch einfach auf die Gene zurückzuführen sein. Wer die beliebte Süßigkeit in Maßen genießt kann aber, insbesondere bei dunkler Schokolade, auch von so manchem Vorteil für die Gesundheit profitieren. Im Norden Europas will man nun herausgefunden haben, dass sie uns sogar vor einem weit verbreiteten Herzproblem schützt.

Naschen für’s Herz

Dänische Forscher konnten einen Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Konsum von Schokolade und der Häufigkeit von Vorhofflimmern aufzeigen. Wer pro Woche ungefähr zwischen 50 und 150 Gramm davon nascht, reduziert sein Risiko immerhin um 20%. Auch bei einer etwas geringeren Menge kann die Gefährdung um ein paar Prozentpunkte gesenkt werden. Zu dem Ergebnis kamen die Wissenschafter mit der neuen Auswertung bereits etwas älterer Daten von mehr als 50.000 Erwachsenen.

Risiko auf Schlaganfall

Als Vorhofflimmern wird eine weit verbreitete Herzrhythmusstörung bezeichnet, von der alleine in Österreich etwa 300.000 Personen betroffen sind. Dabei schlägt das Herz zwar schnell, aber nicht stark genug, wodurch es zu einem verringerten Blutfluss im Körper kommt. Dies begünstigt die Bildung eines Blutgerinnsels, das in weiterer Folge zu einem Schlaganfall führen kann.

Symptome und Ursachen

Bemerkbar macht sich die Störung unter anderem durch einen kräftigen, unregelmäßigen Herzschlag, verstärkte Atemnot bei körperlichen Belastungen oder auch durch Schwindelattacken. Ursächlich für das Vorhofflimmern sind meist Bluthochdruck, bereits bestehende Herzkrankheiten oder hohes Alter. Zumindest denkbar als Auslöser sind allerdings auch psychische Krankheiten oder eine Schilddrüsenüberfunktion.

Nur noch Schoko essen?

Sich aus bloßer Angst vor der Herzrhythmusstörung künftig nur noch von Schokolade zu ernähren, ist dennoch keine sehr weise Idee. Der hohe Fett- und Zuckergehalt der Süßigkeit fördert bei zu regelmäßigen Konsum Übergewicht und dessen Folgekrankheiten. Maßvolle Nascher ohne Vorerkrankungen können sich aber über kleine Gesundheitsboni freuen. Vor allem die dunkle Schokolade tut nicht nur dem Herzen gut, sondern kann auch dem Cholesterinspiegel helfen und uns aus starker Müdigkeit befreien.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


26.05.2017

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