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Sollten Pollenallergiker Gin trinken?

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Da kommt Freude auf: Wenn Gin als Gegenmittel taugt, hat Pollenallerige vielleicht doch seine Vorteile. (Kues / Shutterstock.com)

Gin soll für Betroffene einer Pollenallergie positive Auswirkungen haben. Wir klären auf, was hinter dem Gerücht steckt.

Obwohl sich fast jeder über die wärmeren Temperaturen freut, stellen Frühling und Sommer für viele Menschen eine besondere Herausforderung dar. Aktuellen Statistiken zufolge hat in etwa jeder dritte Österreicher mit einer Allergie zu kämpfen. Reagiert man stark auf Pollen oder andere Blüten, wird manch ein schöner Tag zur Qual für die leidgeplagte Nase.

 

Doch vielleicht hat eine Pollenallergie ja auch seine Vorzüge. Immerhin hat sich zuletzt ein altes Gerücht wieder verbreitet, wonach Betroffene von Gin profitieren könnten. Ist ein Gläschen mit Tonic also wirklich ein Segen für die eigene Gesundheit oder ist doch alles nur Quatsch? Die Wahrheit liegt wie so oft dazwischen. 

Besser verträglich als Wein und Bier

Prinzipiell klagen viele Allergiker sowie Asthma-Patienten unmittelbar nach dem Alkoholkonsum über verstärkte Symptome. Dies hängt in erster Linie mit Sulfiten und Histaminen zusammen, die sich in vielen Alkoholsorten wiederfinden. Letztgenannte Inhaltsstoffe lassen beispielsweise bei vielen Allergikern die Nase anschwellen. "Klare" Alkohole wie Wodka oder eben auch Gin sind von diesen Stoffen weitgehend befreit.

 

Tatsächlich ist daher ein Gin Tonic für viele Pollenallergiker besser verträglich als ein Glas Bier. Alternativ kann der Betroffene prinzipiell auf Alkohol verzichten, was selbsterklärend gesünder ist. Eine positive Auswirkung, wie oftmals behauptet wird, hat nämlich auch der Gin nicht. Einzig die Nachteile halten sich, etwa im Vergleich zu Bier oder Wein, einigermaßen in Grenzen. Vorsicht ist natürlich geboten, wenn man Medikamente gegen die Allergie einnimmt. In diesem Fall verrät der Beipackzettel, ob Alkohol überhaupt erlaubt ist.

Allergie erkennen, Allergene vermeiden

Vielversprechender als der Gin sind klassische Therapiemaßnahmen. Oberstes Ziel ist dabei immer die Vermeidung jener Stoffe, auf die man allergisch reagiert. Für ein möglichst allergenarmes Zuhause kann etwa gesorgt werden, indem man regelmäßig staubsaugt und draußen getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer lagert. Insbesondere bei starken Beschwerden bietet sich zudem der Einsatz von Pollenschutzgittern oder Luftfiltern an.

 

Bevor eine Besserung möglich ist, bedarf es aber zunächst einmal einer Diagnose. Leider fehlinterpretieren viele Betroffene die Anzeichen einer Allergie als Begleiterscheinung einer Erkältung. So sind etwa Fälle bekannt, in denen die endgültige Diagnose erst einige Jahre nach dem Auftreten der ersten Anzeichen gestellt wurde. Bleibt eine Allergie langfristig unbehandelt, steigt das Risiko, Asthma zu entwickeln.

 

Wer jedes Jahr etwa zur selben Zeit Symptome wie rötende Augen oder starken Schnupfen aufweist, sollte unbedingt einen Allergologen aufsuchen. Ein weiteres Anzeichen kann ein Abklingen der Beschwerden in geschlossenen Räumen sein. Viele Allergiker haben auf dem Weg in die Arbeit mit Schnupfen zu kämpfen, im Büro aber legt sich das Problem recht schnell – weil sie den Allergenen dort nicht so stark ausgesetzt sind.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


12.03.2019

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