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Planetary Diet: Umweltfreundliches Abnehmen

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Über die Planetary Diet freut sich die Umwelt ebenso wie der Körper. (SunCity / Shutterstock.com)

Ein internationales Forscherteam hat einen Ernährungsplan entwickelt, der nicht nur beim Abnehmen hilft, sondern auch Mutter Erde guttut.

Von neuen Ansätzen zur vermeintlich perfekten Ernährungkann man fast täglich berichten. Dennoch war in den letzten Jahren ein gewisser Paradigmenwechsel festzustellen. Immer mehr Menschen begründen ihre Ernährungsumstellung nicht ausschließlich mit dem Streben nach dem Idealgewicht. Ethische Faktoren nehmen nun einen wesentlich höheren Stellenwert ein. Insbesondere Anhänger der veganen Ernährungsweise betonen häufig auch den Aspekt der Nachhaltigkeit.

 

Rigorose Verteidiger der Fleischkost halten oftmals dagegen und nicht selten entsteht ein Austausch gefühlter Wahrheiten. Doch wie sollten wir uns wirklich ernähren, wenn uns was an der Umwelt liegt? Das medizinische Fachjournal "The Lancet" hat eine Kommission aus 30 weltweit führenden Wissenschaftern zusammengerufen, die eine seriöse Antwort auf diese Frage geben sollten.

Viel Gemüse, wenig Zucker

Basierend auf der Annahme, dass 2050 etwa 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben werden, haben sie einen Ernährungsplan entworfen, mit dem unser Planet diese gewaltige Herausforderung meistern kann. Aber nicht nur das: Es soll sich sogar um eine Diät handeln, die uns auch noch beim Abnehmen hilft und nachhaltig gesund hält. Gerechnet auf einen Gesamtverbrauch von 2500 Kalorien pro Tag – in etwa das empfohlene Maß für einen Mann mittleren Alters – wird folgende Verteilung empfohlen:

 

  • 232g Vollkorn (z.B. Reis, Getreide)
  • 50g Knollen und stärkehaltiges Gemüse (z.B. Kartoffeln)
  • 300g Gemüse
  • 200g Obst
  • 250g Milchprodukte
  • 14g rotes Fleisch
  • 29g Geflügel
  • 13g Eier
  • 28g Fisch
  • 75g Hülsenfrüchte
  • 50g Nüsse
  • 40g zugesetzte ungesättigte Fette
  • 12g zugesetzte gesättigte Fette
  • 31g zugesetzter Zucker

 

Die detaillierte Auflistung gibt eine Übersicht, wie eine gesunde und auch für die Umwelt vertretbare Ernährung aussehen könnte. Der Fokus auf Gemüse, Vollkorn und Obst überrascht dabei wohl niemanden, während die doch recht starke Präsenz von Milchprodukten den einen oder anderen nachdenklich stimmen dürfte.

Starke Botschaft statt Regelbuch

Ob es nun tatsächlich sinnvoll ist, über jedes konsumierte Gramm Buch zu führen, ist aber fragwürdig. Die Studie ist wohl weniger als ein strenges Regelwerk und mehr als eine klare Aufforderung zur Reflektion zu lesen. So haben die Autoren mehrere besorgniserregende Schlüsselbotschaften zusammengefasst, darunter:

 

  • Die globale Essensproduktion ist der schädlichste, vom Menschen ausgelöste Faktor für die Erde
  • Gesündere Ernährung könnte weltweit bis zu 23 % der jährlichen Todesfälle verhindern
  • Für den globalen Umstieg auf gesunde Ernährung braucht es eine Reduktion von mehr als 50 % im Konsum ungesunder Lebensmittel ...
  • ... und einen Anstieg von mehr als 100 % im Konsum gesunder Lebensmittel

 

Dennoch betonen sie, dass die Lage keineswegs hoffnungslos ist. Das globale Ziel, die Menschheit wieder auf gesündere Beine zu stellen, ist demnach durchaus erreichbar. Allerdings sei dafür ein weitreichendes Umdenken notwendig, sowohl bei jedem Einzelnen als auch bei sämtlichen kleinen wie großen Organisationen in allen denkbaren Branchen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


27.02.2019

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