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Orangensaft: 10-mal gesünder als angenommen?

Orangensaft trinken hilft der Verdauung.
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Über den Dickdarm werden auch Inhaltsstoffe des Saftes verwertet, die aus festen Bestandteilen kommen. (Phovoir / Shutterstock.com)

Orangensaft ist noch gesünder als wir dachten: Eine Messmethode hat gezeigt, dass erst im Dickdarm bestimmte Stoffe, wie z.B. Antioxidantien, verwertet werden. Dadurch wirkt er 10-mal so gesund wie gedacht.

Der Antioxidantien-Gehalt unserer Ernährung bestimmt, wie gut unser Immunsystem funktioniert und kann sogar dazu beitragen, Übergewicht zu vermeiden. Bisher wurde nur im Dünndarm gemessen, wie Antioxidantien aufgenommen werden. Im Dickdarm werden aber weiterhin Nährstoffe aufgenommen. Orangensaft enthält mehr Antioxidantien als gedacht, aber auch ähnlich viel Zucker und Kalorien wie Limonade und sollte deshalb nur in Maßen getrunken werden.

Zitrus-Säfte für die Gesundheit

Die Studie aus Spanien zeigt, dass die Aufnahme von Vitaminen im Körper nicht immer mit dem gemessenen Gehalt in Lebensmitteln vergleichbar ist. Zudem gibt es verschiedene Analysemethoden, deren Ergebnisse nicht immer übereinstimmen. Bisher wurden etwa nur flüssige Anteile von Fruchtsäften gemessen, und die festen Bestandteile nicht mit analysiert. Über den Dickdarm werden aber auch Inhaltsstoffe des Saftes verwertet, die aus festen Bestandteilen kommen.

 

Die Säfte folgender Früchte wurden in der spanischen Studie untersucht:

 

Diese Säfte enthalten alle etwa den 10-fachen Antioxidantien-Gehalt der bisherigen Messungen. Möglicherweise lassen sich die Untersuchungsergebnisse aber auch auf andere Fruchtsäfte, ganzes Obst und andere Lebensmittel übertragen.

Frischemessung durch Antioxidantien-Gehalt

Mit Hilfe eines mathematischen Modells können die Wissenschafter nun auch die Inhaltstoffe frischer Säfte mit jenen vergleichen, die nach längerer Lagerung noch enthalten sind. Damit kann in Zukunft getestet werden, wie frisch Lebensmittel sind, die Antioxidantien beinhalten, da der Gehalt an Vitamin C und Vitamin E. mit der Zeit fällt. Welche Rolle die Frische von Lebensmittel für die Gesundheit spielt, ist noch unzureichend erforscht. Die neue Analysemethode könnte Aufschluss darüber bringen.

Ganze Frucht besser als Fruchtsaft

Obwohl Fruchtsäfte viele Antioxidantien enthalten, ist immer noch die ganze Frucht zu bevorzugen. Neben Vitaminen, die auch im Saft noch zu finden sind, enthält Obst nämlich zahlreiche Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die die Verdauung fördern und länger satt machen. Diese gehen beim Auspressen der Früchte größtenteils verloren.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


10.12.2014 / 26.06.2019

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