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Test: Mit Müslis gibt’s Schadstoffe zum Frühstück!

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Einzelne Produkte sind bedenklich, doch wegkippen muss man das Müsli nicht. (Pixabay)

Einen Morgen ohne Müsli wollen sich viele Menschen wohl lieber gar nicht vorstellen. Tester haben in vielen der beliebten Frühstücksprodukte allerdings bedenkliche Inhaltsstoffe entdeckt.

Ein gewissenhaft zubereitetes Müsli kann in der Theorie ein sehr gesundes Frühstück sein. Getreideflocken, insbesondere jene aus Vollkorn, strotzen nur so vor gesunden Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium, Kalium oder auch Zink. Wer zwecks Vitaminen noch ein bisschen Obst in das Müsli hinein schnippelt, kann dem Frühstück noch einmal einen Gesundheitsbonus verleihen.

Zu viel Zucker

Doch so schön das in der Theorie klingt, so schwierig ist dies meist in der Praxis umzusetzen. Wer auf vorgefertigte Müslimischungen zurückgreift, konsumiert dadurch meistens sehr viel Zucker. Etwaige Müslis mit Schokostückchen oder anderen Leckereien qualifizieren sich längst nicht mehr als gesundes Frühstück. Zu dem Zuckerrisiko gesellt sich offensichtlich noch die Gefahr, Schadstoffe aufzunehmen.

Mineralöle

So sieht das Ergebnis einer Untersuchung von Öko-Test aus. Die Produkttester haben 16 Müslimischungen, die sich aktuell am Markt befinden, genauer unter die Lupe genommen. 10 davon wiesen gesättigte Mineralöle auf, die sich unter anderem in der Leber sowie der Milz ansammeln und Organe schädigen können. Ebenfalls mehrmals entdeckt wurde Glyphosat - ein Pflanzengift, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Im Grunde in Ordnung

Bio-Produkte hoben sich nicht von der Masse ab, auch bei ihnen waren Schadstoffe entdeckt worden. Dennoch stellen die Tester den Müslis ein insgesamt brauchbares Zeugnis aus. Immerhin drei Produkte bekamen ein "Sehr Gut", schlechter als "Befriedigend" wurde keines bewertet. Altbewährte Frühstücksrituale müssen also nicht plötzlich auf den Kopf gestellt werden.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


11.09.2017