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Studie: Milch stärkt Knochen doch nicht

Milch in Milchflaschen
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Die schwedische Studie bezieht sich nur auf den Konsum von reiner Kuhmilch. (theeradech_sanin - Fotolia.com)

Milch enthält viel Kalzium, das für gesunde Knochen benötigt wird. Doch Milchkonsum schützt nicht vor Knochenbrüchen im Alter, so eine schwedische Studie - eher das Gegenteil soll der Fall sein.

Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher durch eine Datenerhebung von über 100 000 Männern und Frauen im Alter zwischen 39 und 79 Jahren. Diese wurden über einen Zeitraum von 11 Jahren begleitet. So konnte festgestellt werden, wie sich Ernährung und andere Lebensstilfaktoren auf die Sterblichkeit und Knochenbruchrate auswirkte. Je mehr Milch die Studienteilnehmer konsumierten, desto höher war ihre Sterblichkeit.

Hüftfrakturen durch Milch häufiger

Diese Ergebnisse stehen in einem starken Widerspruch zu den Ernährungsempfehlungen, die von Bundesministerium für Gesundheit gegeben werden. In der "österreichischen Ernährungspyramide" ist neben viel Obst und Gemüse auch der Milchkonsum täglich vorgesehen. Der Grund für die Milch-Empfehlung war die Annahme, dass Milchkonsum das Risiko, im Alter an Osteoporose zu erkranken, verringern kann. Doch die schwedische Studie zeigte, dass Frauen, die täglich Milch tranken, sogar häufiger Hüftfrakturen erlitten, als jene, die Milch mieden oder in geringeren Maßen konsumierten.

Alle Faktoren beachtet

Andere Faktoren, die Einfluss auf die Sterblichkeit und die Knochendichte nehmen könnten, wurden in der Auswertung der Studie ebenfalls beachtet. Dazu zählen etwa das Körpergewicht, der Bildungsgrad, Vorerkrankungen und Alkoholkonsum. Unabhängig davon erwies sich Milch als knochenschädlich. Warum das so ist, konnte nicht erklärt werden. Nicht ausgeschlossen werden kann, dass zusätzliche Faktoren übersehen wurden, die den Zusammenhang erklären.

Milchprodukte ja, pure Milch nein

Die schwedische Studie bezieht sich nur auf den Konsum von reiner Kuhmilch, nicht etwa auf fermentierte Milchprodukte. Das bedeutet, dass Joghurt, Käse, Topfen und Co. nicht dieselben schädlichen Auswirkungen zu haben scheinen, wie Milch selbst. Falls weitere Untersuchungen tatsächlich bestätigen sollten, dass Milchkonsum nicht gut für die Knochen ist und die Lebenserwartung verkürzt, könnte ein Umstieg auf andere Milchprodukte Abhilfe schaffen.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


29.10.2014 / 29.05.2019

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