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Menstruation früher "dank" Softdrinks

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Das Durchschnittsalter der ersten Periode liegt zwischen 10 und 16 Jahren. (Pexels.com)

Wenn Mädchen regelmäßig süße Softdrinks wie Cola und Co trinken, bekommen sie ihre erste Regelblutung um durchschnittlich 2,7 Monate früher. Grund dafür ist der viele Zucker, der indirekt die Hormonbildung beeinflusst.

Softdrinks mit weißem Zucker haben einen hohen Glykämischen Index, sodass der Blutzuckerspiegel schnell ansteigt und wieder abfällt. Dadurch kommt es zu einer verstärkten Ausschüttung des Hormons Insulin aus der Bauchspeicheldrüse. Das löst eine Kettenreaktion im Körper aus, die auch vor den Sexualhormonen nicht Halt macht. Deshalb kommen Mädchen früher in die Pubertät und haben auch früher die erste Menstruation als Gleichaltrige, die hauptsächlich Wasser oder Tees trinken. Das fanden Wissenschafter der Harvard Medical School in einer Studie mit 17.000 Mädchen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren heraus.

Was ist die Regel bei der Regel?

Die erste Regel bekommen die meisten Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren, das Durchschnittsalter liegt bei 12,5 Jahren. Ein erhöhtes Körpergewicht geht mit einem früheren Einsetzen der Periode einher. Die US-Amerikanischen Forscher betonen jedoch, dass Softdrinks unabhängig von dem Gewicht, der gesamten Kalorienzufuhr und körperlichen Aktivität einen messbaren Einfluss auf die hormonelle Entwicklung haben. Dazu erhoben sie 5 Jahre lang die Daten von Mädchen, die noch nicht die Regel bekommen hatten, und verglichen Informationen zu deren Lebensstil mit dem Zeitpunkt der ersten Regel.

Erhöhtes Brustkrebsrisiko?

Tritt die Periode sehr früh auf, besteht ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko. Sind Mädchen mehr als 1 Jahr jünger als der Durchschnitt, besteht ein 5 % größeres Risiko, im späteren Leben an Brustkrebs zu erkranken. Die 2,7 Monate Unterschied in dem Menstruationsalter, die Softdrinks auslösen, sollten Jugendliche und Eltern statistisch nicht zu sehr verunsichern.

 

Zuckerhaltige Getränke wie Softdrinks, aber auch Obstsäfte, haben jedoch abseits der früher einsetzenden Periode viele andere gesundheitsschädigende Wirkungen. Zucker versteckt sich in zahlreichen Lebensmitteln und Getränken. Er kann zu Übergewicht beitragen, das Typ-2-Diabetes-Risiko erhöhen und die Entstehung von Karies fördern. Die Studie der Harvard Universität gibt weiteren Anlass zum Nachdenken darüber, wie Zucker unseren Körper und unseren Hormonhaushalt grundlegend beeinflusst.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


28.01.2015

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