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Mediterrane Ernährung schützt vor Herzinfarkt

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Olivenöl, Knoblauch und Tomaten sind fester Bestandteil der mediterranen Küche. (Pixabay)

Laut zahlreicher Studien sind Antipasti, Olivenöl und Co nicht nur schmackhaft, sondern auch gesundheitsförderlich. Mit mediterraner Küche ist aber nicht Pizza, Pasta, Lasagne und griechisches Gyros gemeint, sondern abwechslungsreiches Essen bestehend aus frischem Fisch, Nüssen, viel Gemüse, Obst und hochwertigen Pflanzenölen.

In Kombination mit komplexen Kohlenhydraten (z.B. aus Naturreis und Vollkornbrot) und dem geringen Konsum gesättigter Fettsäuren (tierische Fette, z.B. aus Butter und Fleisch) stellt die mediterrane Ernährungsform eine gesunde Lebensart besonders für das Herz dar.

Feuerwehrmänner als perfekte Studien-Kandidaten

Die Forschung rund um die im Süden Europas angesiedelte mediterrane Esskultur wurde von der Harvard School of Public Health (HSPH) zusammen mit der Cambridge Health Alliance (CHA) initiiert. Anhand einer Querschnittsstudie  haben die Wissenschafter Ernährungsverhalten und Gesundheitszustand von 780 Feuerwehrmännern aus dem mittleren Westen der USA gemessen und verglichen. Amerikanische Feuerwehrmänner gelten als besonders gefährdet für Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen, weshalb sie die idealen Teilnehmer für die Erhebung darstellten. Die Männer waren allesamt junge Erwachsene, die sich unterschiedlich ernährten, bewegten, dick, dünn und normalgewichtig waren.

Schutz vor Herzinfarkt und Übergewicht dank Fisch und Gemüse

Die Männer der Versuchsgruppe, die sich in ihrem Alltag vorwiegend mediterran ernährten, hatten ein um 35 % reduziertes Risiko ein metabolisches Syndrom zu entwickeln, das als Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen gilt. Als „tödliches Quartett“ bezeichnet, vereint das metabolische Syndrom Fettleibigkeit (Adipositas), Bluthochdruck (Hypertonie), hohe Cholesterinwerte und Insulinresistenz (Diabetes). Fisch, Olivenöl und buntes Gemüse wirken sich auch auf das Körpergewicht aus. Probanden mit einem hohen Konsum von den zu der mediterranen Gruppe gehörenden Lebensmitteln waren um 43 % weniger gefährdet, an Bauchspeck zuzulegen als ihre Kollegen. Die Personen, die im Rahmen der Datenerhebung im Fragebogen angaben, sich hauptsächlich mediterran zu ernähren, waren generell weniger übergewichtig, konsumierten seltener Fast-Food und zuckerhaltige Limonaden.

Wer weniger zu einem metabolischen Syndrom tendiert, ist seltener von Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall betroffen. Mediterran Essende haben mehr vom "guten" Cholesterin (HDL) als vom "schlechten" (LDL) im Blut, tragen nicht zu viel Gewicht mit sich herum und sind tendenziell gesünder. Die traditionelle südländische Ernährungsform schützt uns also bis zu einem gewissen Grad vor Herz-Kreislauferkrankungen und ist durchaus empfehlenswert. Im Griechenland und Italien der Jetztzeit legen die Menschen den Fokus immer weniger auf die ursprüngliche fettarme und gesunde Kost Ihrer Eltern und Großeltern. Fleisch und Teigwaren sind dort auf dem Vormarsch, vor allem in den Großstädten kommt die Bevölkerung immer mehr von den typischen mediterranen Nahrungsmitteln ab. Die Zeit der industriell verarbeiteten Lebensmittel mit viel Zucker und Fett ist dort vollständig angekommen.

Was gehört zu einer gesundheitsförderlichen mediterranen Ernährung?

Folgende Lebensmittel machen die ideale mediterrane Ernährungsweise aus und helfen bei der Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall:

  • Frisches und eingelegtes/getrocknetes Gemüse: Tomaten, Zucchini, Auberginen, Paprika, Spinat, Gurke, Pilze etc.
  • Oliven, Olivenöl
  • Knoblauch, Zwiebel, Petersilie, Basilikum
  • Frischer Fisch, am besten gegrillt, ohne Panier und nicht frittiert, Meeresfrüchte
  • Käse: Mozzarella, Parmesan, Ziegenkäse, Schafkäse
  • Hülsenfrüchte, wie Bohnen und Linsen
  • Komplexe Kohlenhydrate: Vollkornbrot, Naturreis, Dinkelnudeln, Bulgur, Amarant, Quinoa
  • Nüsse und Kerne: Walnüsse, ungesalzene Pistazien, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne
  • Ab und zu ein Glas Rotwein
AUTOR


Mag. Julia Wild
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


06.06.2017
QUELLEN
Ernährungstherapie, Kurt Widhalm (Hrsg.), Verlagshaus der Ärzte, 3. Auflage, Wien

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