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6 kühlende Lebensmittel für heiße Tage

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Zitrusfrüchte und Minze gehören zu jenen Lebensmitteln, die uns im Sommer Kühlung verschaffen. (Pixabay)

Brütende Hitze und keine Abkühlung in Sicht? Gönnen Sie sich einen erfrischenden Snack! Manche Lebensmittel kühlen den Körper von innen und schützen ihn so vor Überhitzung.

An heißen Sommertagen steht Ihnen der Appetit eher nicht auf deftigen Schweinebraten? Kein Wunder! Bei hohen Temperaturen sehnt sich der Körper nach leichter Kost und Abkühlung - nicht nur von außen, sondern auch von innen. Schwer verdauliche, fettige sowie panierte Speisen und Alkohol sollten jetzt tabu sein. Sie heizen den Körper zusätzlich auf und belasten den Kreislauf. Schalten Sie Ihre innere Klimaanlage lieber ein paar Grad herunter – mit den richtigen Lebensmitteln.

Wassermelonen

Die TCM schreibt der Wassermelone die stärkste Kühlwirkung auf den Körper zu. Die saftige Frucht, die eigentlich zur „Familie Kürbis“ gehört, reduziert innere Hitze im Verdauungstrakt. Speziell Menschen, die zu starkem Schwitzen neigen, profitieren von den hitzeausleitenden Eigenschaften der sogenannten „Panzerbeere“.

Zubereitungstipp: Für einen rasch zubereiteten Smoothie pürieren Sie gut gekühlte Melonenstückchen mit frisch gepressten Zitronensaft und servieren das kalorienarme Getränk mit Eiswürfeln.

Joghurt

In heißen Ländern wie Indien darf Lassi bei keinem Essen fehlen. Nicht ohne Grund: Sein Hauptbestandteil ist nämlich Joghurt. Wie alle Sauermilchprodukte entfaltet auch die Grundzutat des Kultgetränks eine stark kühlende Wirkung auf den Körper. Zusätzliches Plus: Die Eiweißbausteine des Milchprodukts sind leicht verdaulich und liefern dem Körper frische Energie, ohne ihn zu belasten.

Zubereitungstipp: Lassi wird aus Joghurt und (Mineral-)Wasser im Mischungsverhältnis 1:1 hergestellt. Es kann entweder auf pikante Weise, beispielsweise mit Salz und Gurke oder Minze oder auf süße Weise, zum Beispiel mit Mango oder anderen frischen Früchten zubereitet werden.

Pfefferminze

Minze ist eine der ältesten Heilkräuter überhaupt. Ihre Arzneiwirkung beruht hauptsächlich auf dem hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Speziell das in der Pfefferminze reichlich enthaltene Menthol hat ausgeprägte antibakterielle, krampflösende, schmerzstillende und kühlende Eigenschaften. Hintergrund dazu: Menthol stimuliert dieselben Rezeptoren, die auf Kälte reagieren – dem Körper wird also vorgegaukelt, dass es kühl ist.

Zubereitungstipp: Minze peppt nicht nur Obstsalate und Cocktails geschmacklich auf, sondern verleiht auch Fleischgerichten ein einzigartiges Aroma. Besonders gut harmoniert sie mit Lammfleisch und Couscous.

Gurken

97% Wasseranteil macht die Gurke zum idealen Durstlöscher. Die grüne Sommerfrucht punktet mit Vitamin A und C sowie Kalzium, Phosphor, Kalium und Silizium. Besser bekannt als „Kieselsäure“ kräftigt letzteres Haut, Haare und Nägel. Das in der Gurke reichlich enthaltene Enzym Pepsin hilft wiederum der Verdauung auf die Sprünge. Ganz nebenbei entwässert und kühlt das heimische Super-Food.

Zubereitungstipp: Für eine erfrischende Gurkenkaltschale pürieren Sie eine grob zerkleinerte Gurke mit etwas Gemüsesuppe und Joghurt und mischen das Ganze mit Salz, Pfeffer sowie beliebig Knoblauch und Minze.

Orangen, Zitronen und Limetten

Wussten Sie, dass Obst- und Gemüsesorten, die in der Nähe des Äquators heranreifen den Organismus stärker kühlen als solche aus europäischen Gefilden? Die ausgleichende Hitze bewahrt die dort ansässigen Menschen vor Überhitzung. Insofern sind die in unseren Breitengraden vorwiegend in den Wintermonaten verzehrten Zitrusfrüchte eigentlich gute Snacks für den Sommer.  

Zubereitungstipp: Schneiden Sie jeweils 2 unbehandelte Orangen, Zitronen und Limetten in dünne Scheiben und geben Sie die Früchte gemeinsam mit 2 würfelig geschnittenen Äpfel in einen Krug. Frisch gepresster Zitronensaft und Cidre zaubern aus dem Fruchtcocktail eine Bowle. Für die alkoholfreie Variante gießen Sie die Früchte statt mit Apfelwein mit Apfelsaft oder Orangensaft auf.

Grüner Tee

Grüntee ist das perfekte Sommergetränk. Ihm wird eine kühle, thermische Wirkung zugeschrieben. Laut traditioneller, chinesischer Medizin leitet er sogenannte Hitze-Toxine aus. Er befreit vor allem den Kopfbereich von zu viel Hitze und lindert somit auch hitzebedingte Kopfschmerzen.

Zubereitungstipp: Die Japaner schwören auf Mizudashi, eine spezielle Grünteesorte, die sich zur Zubereitung von „Kaltwassertee“ eignet. Traditioneller Weise wird der Tee in einer eigens dafür vorgesehenen Karaffe mit kaltem Wasser übergossen und eine Stunde im Kühlschrank kühl gelagert. Durch die Zubereitung mit kaltem Wasser und der längeren Ziehzeit gelangen weniger Bitterstoffe in das Getränk. Der Tee schmeckt so süßlicher als heiß aufgebrühter Grüntee.  

AUTOR


Mag. Sylvia Neubauer


ERSTELLUNGSDATUM


02.08.2016
QUELLEN
Die Fünf-Elemente-Küche: Gesund essen nach der chinesischen Ernährungslehre, Christiane Seife, Trias 2013

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