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Mehr Kaffee, seltener Hautkrebs!

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Kaffee enthält Antioxidantien und kann deshalb die DNA-Schäden in Körperzellen reduzieren, die UV-Licht bei Hautkontakt auslöst. (Pexels.com)

Wer täglich 4 Tassen Kaffee trinkt, hat ein 20 % niedrigeres Risiko an Melanomen (Hautkrebs) zu erkranken. Mehr Kaffee bringt aber keinen zusätzlichen Effekt mit sich.

Der Zusammenhang zwischen Kaffee-Konsum und Hautkrebs-Risiko wurde von Yale-Wissenschaftern in einer 10-jährigen Langzeitstudie erhoben. Sie baten 447.000 Menschen zwischen 50 und 71 Jahren, einen Fragebogen zu Gesundheitszustand und Essgewohnheiten - ob, wie viel und wie regelmäßig Kaffee getrunken wurde - erfragten die Forscher darin. Alle Studienteilnehmer hatten noch nie eine Hautkrebs-Diagnose erhalten. Im Verlauf der Studiendauer bekamen einige der Befragten ein Melanom. Bei denjenigen, die regelmäßig Kaffee konsumierten, war das aber vergleichsweise 20 % seltener der Fall. Scheinbar bieten im Kaffee enthaltene Wirkstoffe, wie Antioxidantien, Schutz vor schwarzem Hautkrebs.

Kaffee und Hautgesundheit

Kaffee enthält Antioxidantien und kann deshalb die DNA-Schäden in Körperzellen reduzieren, die UV-Licht bei Hautkontakt auslöst. Die Wissenschafter vermuten, dass dieser Mechanismus das gesenkte Melanom-Risiko erklärt. Aus demselben Grund kann Kaffeekonsum auch dazu beitragen, die sichtbaren Zeichen von Hautalterung, wie Falten und Hauterschlaffung, zu verlangsamen. Regelmäßiger Kaffeekonsum schützt demnach nicht nur vor Hautkrebs, sondern verbessert auch das Erscheinungsbild unserer Haut.

Wie viel Kaffee ist genug?

Vorangegangene Studien bestätigten einen positiven Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Schutz vor Diabetes, Depression und Demenz. Bei den meisten dieser Studien gingen die Wissenschafter von einem moderaten Konsum von etwa 2 Tassen pro Tag aus. Die Forscher der Yale School of Public Health betonen aber, dass mehr Kaffee besser geeignet zu sein scheint, um das Hautkrebs-Risiko zu senken. Der optimale Effekt sei bei etwa 4 Tassen pro Tag erreicht, mehr brächte aber keinen zusätzlichen Schutz mit sich.

Kaffee statt Sonnencreme?

Die positiven Auswirkungen von Kaffee waren auch dann noch statistisch messbar, wenn andere Gesundheitsfaktoren wie Alter, Geschlecht, Körpergewicht, Alkoholkonsum und Rauchen miteingerechnet wurden. Der größte Risikofaktor für die Entstehung eines Melanoms ist ein leichtsinniger Umgang mit der Sonne. Selbst bei Studienteilnehmern, die regelmäßig ohne UV-Schutz der Sonne ausgesetzt waren, half der Kaffeekonsum, das Hautkrebs-Risiko etwas zu senken.

 

Das ist jedoch kein Freibrief für Sonnenliebhaber. Nach wie vor stellt Sonnenschutz die beste Möglichkeit dar, Melanome zu vermeiden. Kaffee, am besten schwarz oder mit Soja- oder Nussmilch genossen, bietet jedoch laut Studie einen leichten Zusatz-Schutz.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


29.01.2015

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