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Ist Joghurt das Antidepressivum der Zukunft?

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Eine ordentliche Portion Joghurt soll angeblich so manche Sorgen vertreiben können. (Fotolia)

Psychische Probleme nehmen in der Gesellschaft immer weiter zu. Eine Lösung könnte Joghurt sein, dem eine antidepressive Wirkung nachgewiesen werden konnte.

Für die Erkenntnis, dass neben dem Körper auch die Psyche von Krankheiten betroffen sein kann, war früher wenig Platz in der Gesellschaft. Heutzutage nehmen typische Erkrankungen wie etwa Depressionen nach offiziellen Zahlen natürlich auch deswegen zu, weil sie nicht mehr so stark tabuisiert werden. Der Druck, der in der westlichen Gesellschaft insbesondere auf jungen Menschen lastet, muss dennoch sehr ernst genommen werden.

Unaussprechlicher Stimmungsaufheller

Zumindest für kleinere Stimmungsschwankungen könnten Forscher an der Universität im US-amerikanischen Virginia einen überraschenden Lösungsansatz entdeckt haben. In einer Studie haben sie festgestellt, dass sogenannte Laktobazillen gegen Depressionen helfen könnten. Die Bakterien mit dem unaussprechlichen Namen sind vor allem im Joghurt zu finden.

Mit Vorsicht genießen

Sofort müssen Menschen mit psychischen Problemen ihre Vorratskammern aber nicht bis zur Decke mit Joghurt anlagern. Die Studie wurde mit Mäusen durchgeführt, die depressive Verhaltensmuster aufzeigten. Sie bekamen eine Laktobazillen-lastige Fütterung und wiesen in weiterer Folge tatsächlich eine psychische Verbesserung auf. Inwiefern sich dieses Ergebnis auch auf den Menschen übertragen lässt, ist vorerst noch unklar.

Welche Möglichkeiten habe ich?

Bei psychischen Problemen sollten Sie prinzipiell nicht alleine der Wirkung einzelner Lebensmittel vertrauen. Ein erster Ansprechpartner könnte ein guter Freund oder ein Familienmitglied sein. Auf lange Sicht sollte aber auch professionelle Hilfe etwa in Form der Psychotherapie eine Option darstellen. Unterstützend kann in manchen Fällen auch der Einsatz von Antidepressiva sinnvoll werden.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


21.03.2017

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