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Studie: Darum haben wir in der Nacht besonders viel Hunger

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Manchmal überkommt uns kaum zu bändigender Hunger. (Pixabay.com)

Jeder von uns kennt das Gefühl, wenn man mal etwas länger aufgeblieben ist. Dann muss mitten in der Nacht plötzlich ein möglichst fetthaltiger Snack her, der ganz schnell verputzt wird. In diesen Situationen scheint unser Hunger unbesiegbar zu sein.

Es spielt dann auch keine Rolle, dass wir den ganzen Tag über eigentlich mehr als genug gegessen haben. Dieser vermeintlich unerklärliche Heißhunger wurde nun in einer neuen Studie untersucht. Das kuriose Ergebnis: Unser Hirn ist in der Nacht einfach zu müde, um richtig einzuschätzen, was wir essen sollten.

Gehirn sorgt für Hunger in der Nacht

Wissenschafter aus den U.S.A. haben untersucht, warum wir in der Nacht manchmal unerklärlich großen Hunger bekommen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass unser Gehirn zu besonders später Uhrzeit nur noch verhalten auf Essen reagiert. Demnach würden die visuellen Reize der Mahlzeit nicht mehr entsprechend stark wahrgenommen werden. Zu anderen Uhrzeiten funktioniert dies hingegen einwandfrei, weswegen wir uns nach einem ausreichenden Frühstück oder Mittagessen viel zufriedener und gesättigter fühlen als nach einem Mitternachtssnack.

So kann man Hunger in der Nacht sinnvoll bekämpfen

Dem großen Heißhunger zu später Stunde können wir leider nicht entgehen. Allerdings können wir immer noch selber bestimmen, was wir essen. Daher ist es sinnvoll, sich für längere Nächte kalorienarme Snacks zu bereithalten, wie etwa Mandarinen, Äpfel, Karotten oder Radieschen. Wenn es Schoko sein muss, dann sollten wir wenigstens zu Bitterschokolade greifen, die wesentlich gesünder ist als die Milchvariante.

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


12.05.2015