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Zuviel Histamin kann Migräne auslösen

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Histamin ist unter anderem im Rotwein enthalten. (Pixabay.com)

Migräne hat viele Ursachen, eine davon ist überschüssiges Histamin. Das Enzym DAO kann die Kopfschmerzen deutlich mildern wie auch eine spanische Studie zeigt.

Histamin ist ein natürlicher Stoff, den der Körper selbst produziert bzw. zusätzlich über Lebensmittel erhält. Abgebaut wird es im Dünndarm mit Hilfe des Enzyms Diaminoxidase (DAO). Ist zu wenig DAO vorhanden, kann Histamin nur verzögert reduziert werden. Dadurch kommt es zu einem Histaminüberschuss im Körper (Histaminintoleranz), Beschwerden wie Migräne, Kopfschmerzen, Übelkeit oder auch Bauchschmerzen können auftreten.

In einer spanischen Studie konnte gezeigt werden, dass eine strikte Diät in Verbindung mit der Gabe des DAO Enzyms vor einer Mahlzeit bei rund 80 % der Testpersonen die Symptome wie Erbrechen und Migräne deutlich verbessern. Studienleiter Dr. Juan Izquierdo von der Universtat Internacional de Catalunya, Barcelona: "Chronische Migräne Patienten mit Magen-Darmbeschwerden weisen häufig einen DAO-Enzymmangel auf, der mittels Diät und Nahrungsergänzung ausgeglichen werden kann."

Wo ist Histamin enthalten?

Lebensmittel, die lange gereift sind, bergen in der Regel auch viel Histamin. Dazu zählen u.a.:

 

  • Käse (Parmesan…)
  • Alkohol insbesondere Rotwein und Sekt
  • Rohwürste wie z.B. Salami oder Speck
  • Sauerkraut
  • Verschiedene Gemüsesorten wie z.B. Paradeiser, Spinat oder Melanzani


Erdbeeren, Ananas oder auch Bananen enthalten selbst zwar kaum Histamin, können aber im Darm zusätzlich Histamin freisetzen.

 

"Bei einer Histamintoleranz bzw. einem DAO-Enzymmangel kommt es häufig zu roten Flecken im Gesicht, Juckreiz, Bauchschmerzen, Schwindel oder auch Kopfschmerzen", fasst Dr. Peter Komericki von der Klinischen Abteilung für Umweltdermatologie und Venerologie der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Graz zusammen. Wichtig sei es, den Histamingehalt einzelner Lebensmittel zu kennen bzw. mittels Diät die Auslöser zu finden. Weiters könne auch die Vermeidung bestimmter Medikamente, die das Enzym DAO blockieren, wie etwa Hustenstiller aber auch die gezielte DAO-Zufuhr die Symptome im Zaum halten.

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


17.03.2014
QUELLEN
Interview mit Dr. Peter Komericki von der Klinischen Abteilung für Umweltdermatologie und Venerologie der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Graz, am 12.03.2014

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