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Was hilft gegen Chili-Schärfe?

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Mascarpone und Toastbrot helfen am besten gegen Chili-Schärfe. (Pixabay.com)

Scharfe Speisen können schmerzhafte Herausforderungen sein. Wasser hilft nicht gegen die Schärfe. Neuen Erkenntnissen zufolge soll Toast mit Mascarpone am wirksamsten sein.

Capsaicin, ein sekundärer Pflanzenstoff, regt bei scharfem Essen zum Schwitzen an. Ernährungswissenschafterin Désirée Schneider von der Hochschule Fulda wollte herausfinden, wie man einer Chili-Überdosis am besten begegnet und forscht deshalb momentan zum Thema. U.a. wurden alle möglichen Milchprodukte auf ihre Wirksamkeit getestet. Der Mangel an wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema ist der Grund für das eher schmerzhafte Experiment.

Warum Mascarpone und Toastbrot helfen, Wasser das Brennen aber verstärkt

Die Kombination der beiden Nahrungsmittel neutralisiert den brennenden Mund deshalb so gut, weil damit 2 Dinge erreicht werden. Das Toastbrot reibt das fettlösliche Capsaicin "wie ein Schaber" von den Rezeptoren auf der Zunge und die Mascarpone bindet es dann aufgrund des hohen Fettgehalts. Stärke und Zucker haben ähnliche Eigenschaften wie Fett bzw. stark fetthaltige Produkte.

Die kontraproduktivste Art, die Schärfe in die Flucht zu schlagen, ist übrigens das Trinken von Wasser, weil die Schärfe im Mund damit noch stärker verteilt wird.

Chili als natürliches Arzneimittel

Die feurige Schote steht bei rund 1,5 Milliarden Menschen täglich auf dem Speiseplan und kann auch mehr, als nur scharf sein. Dem Capsaicin werden mehrere gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt, z.B. desinfizierend und entzündungshemmend. Schon die Azteken und Inkas schätzen die Chili, haben sie erfolgreich gegen

 

  • Halsentzündungen
  • Darminfekte
  • infizierten Wunden
  • Verbrennungen


eingesetzt. Der Grund, weshalb gerade in tropischen Ländern häufig scharf gegessen wird, ist der, dass Lebensmittel in warmen Regionen schnell verderben. Das Verwenden der Chilischote tötet etwaige Erreger ab und kann so Magen-Darm-Erkrankungen vorbeugen.

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


08.09.2014

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