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Heilfasten

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Fasten hilft überschüssigen Ballast abzuwerfen. Das freut Körper und Seele. (Foxys Forest Manufacture - Shutterstock.com)

Durch den vorübergehenden Verzicht oder die Einschränkung der Nahrungsaufnahme soll der Körper beim Heilfasten auf natürliche Weise von innen her gereinigt werden. Oberstes Ziel der Therapie ist daher nicht die Gewichtsreduktion, sondern die Regeneration des Organismus.

Während des Fastens kommt es zu einer Umstellung des Energiestoffwechsels. Körpereigene Eiweiß- und Fettdepots werden angezapft, um die nötige Energie aufzubringen. Durch den Abbau dieser Depots wird der Körper automatisch entschlackt. Das heißt, dass Schadstoffe und schädliche Nebenprodukte des Stoffwechsels abgebaut werden können. Das therapeutische Fasten oder Heilfasten dauert wenige Tage bis Wochen und wird in der Regel ärztlich überwacht. Es wird als ergänzende Maßnahme zur Krankheitsbehandlung eingesetzt.

Heilfasten: Wem nützt diese Therapie?

Das Heilfasten findet Anwendung bei Menschen mit

Heilfasten: Wie wirkt die Therapie?

Oberstes Ziel der Therapie ist die Entschlackung und Entgiftung des Köpers. Zusätzlich dazu tritt eine Gewichtsreduzierung ein. Die energieintensive Verdauungsarbeit des Körpers wird während der Nahrungskarenz zurückgefahren. Dadurch ist der Körper gezwungen zur Energiegewinnung vorhandene Nährstoffreserven anzuzapfen.

 

Die Reinigung und Regeneration soll zur Stärkung der Abwehrkräfte führen und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern. Als Begleitanwendung werden häufig Darmreinigungen durch Abführmittel und Einläufe durchgeführt. Besonders bei rheumatischen Erkrankungen und Hautkrankheiten können Wechsel- oder Kräuterbäder das Wohlbefinden zusätzlich steigern.

 

Während des Fastens kann es vor allem während der ersten 24-48 Stunden zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit und einer depressiven Stimmung kommen. Sie wird durch freigesetzte Schadstoffe ausgelöst. Diese sogenannte Fastenkrise ist ungefährlich und kann durch reichlich Trinken abgemildert werden.

Ablauf einer Fastenkur

1. Tag

Der erste Tag ist ein sogenannter Entlastungstag. Der Körper wird durch viel Gemüse, Kartoffeln oder Reis auf das Fasten vorbereitet.

 

2. Tag

Die Nahrungskarenz beginnt. Feste Lebensmittel werden gemieden. Dafür dürfen je nach Fastenkur reichlich Kräutertee, Säfte, Gemüsebrühe oder Wasser getrunken werden.

 

Letzter Tag

Das Ende der Kur erfolgt durch Fastenbrechen. Durch magenschonende Kost wie passierter Kartoffelsuppe oder einem gedünsteten Apfel wird die Verdauung wieder angeregt. Im Anschluss sollten während der nächsten Tage möglichst vollwertige Nahrungsmittel eingenommen werden.

Slideshow: 7 Formen des Heilfastens

Wann und wie lange sollte gefastet werden?

Eine Zuhause durchgeführte Fastenkur sollte höchsten 8 bis 10 Tage dauern, unter ärztlicher Aufsicht kann eine Fastenkur aber auch 4 bis 6 Wochen andauern.

Heilfasten: Was können Sie zum Gelingen der Therapie beitragen?

Lassen Sie sich vor Fastenbeginn von Ihrem Arzt durchchecken. Er wird Ihnen sagen, ob gesundheitliche Risiken für Sie bestehen. Fasten ist beispielsweise für Menschen mit Untergewicht oder Essstörungen nicht geeignet. Bei einer Krankheit sollten Sie nur unter ärztlicher Aufsicht fasten, beispielsweise in einer Fastenklinik.

 

Um einer Fastenkrise vorzubeugen sollten Sie ausreichend Wasser und Kräutertee trinken und sich an der frischen Luft bewegen. Bewegung beim Heilfasten ist unverzichtbar und ein wesentlich Besandteil der Fastenkur. Gegeignete Sportarten sind z.B spazieren gehen, walken oder schwimmen. Körperliche Betätigung hilft zusätzlich, einem übermäßigen Abbau der Muskeleiweiße vorzubeugen.

Heilfasten: Was müssen Sie nach der Therapie beachten?

Nach dem Ende des Fastens sollten Sie die Nahrungsaufnahme langsam erhöhen. Am besten eignet sich magenschonende Kost wie Haferbrei, weicher Zwieback, Bananen, gedünsteter Apfel oder eine bekömmliche Suppe. Fettige Lebensmittel wie Frittiertes sollten gemieden werden.

Heilfasten: Wer therapiert?

Kurzzeitiges Fasten bis 48 Stunden kann bei ausreichender Flüssigkeitsaufnahme eigenverantwortlich durchgeführt werden. Längere Perioden der Nahrungskarenz können den Körper hingegen Extremsituationen bedeuten. Sie sollten daher nur nach ärztlicher Anweisung oder in einer Fasteneinrichtung durchlaufen werden.

Heilfasten: Kosten & Krankenkasse

Einige Krankenkassen und Zusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten für eine Fastenkur.

AUTOR


Nadja Heine
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


27.01.2017 / 24.04.2019
MEDIZINISCHER EXPERTE
Philippa Lovrek
Ernährungsberaterin und Bewegungstrainerin, Wien
QUELLEN
Alternative Heilmethoden von A-Z, M. Boksch, BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, München, 2008
Der Brockhaus Alternative Medizin, Brockhaus GmbH, Leipzig, Mannheim, 2008
Gesundheit heute, Dr. med. A. Schäffler (Hrsg.), Trias Verlag, Stuttgart, 2014
Pschyrembel Therapie, Walter de Gruyter GmbH & CoKG, Berlin, 2009

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