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Grapefruits hemmen Medikamentenwirkung

Grapefruit kann Auswirkungen auf die Medikamentenwirkung haben.
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Grapefruit können die Wirkung von Medikamenten mindern. (alicja neumiler / Shutterstock.com)

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte besser auf Grapefruit(saft) verzichten. Inhaltsstoffe der Grapefruit, sogenannte Furocumarine, hemmen den Abbau mancher Medikamente.

Dies hat zur Folge, dass die Wirkstoffe in erhöhter Konzentration im Körper zirkulieren, durch die Überdosierung können Vergiftungserscheinungen auftreten. Furocumarine, kommen nicht nur in der Grapefruit, sondern beispielsweise in Bitterorangen oder Limetten vor. So kann auch der Konsum von Bitterorangenmarmelade ähnliche Wechselwirkungen hervorrufen.

Ernsthafte Nebenwirkungen

Wissenschafter haben bei mehr als 85 Wirkstoffen festgestellt, dass ihre Wirkung durch den Genuss von Grapefruits beeinflusst wird bzw. können bei 43 ernsthafte Nebenwirkungen wie Nierenschädigungen, Herzprobleme, Probleme mit dem Muskelgewebe u. a. auftreten. Wie weitreichend die Schädigungen sind, ist von der Menge an Grapefruit(saft) und den individuellen Gegebenheiten abhängig: Bei manchen Personen reicht schon ein Glas Grapefuitsaft um in Kombination mit dem Wirkstoff Nebenwirkungen auszulösen, bei anderen ist regelmäßiger Konsum über Wochen ausschlaggebend.

 

Die Tabelle zeigt eine Auswahl an Arzneistoffen, für die eine Wechselwirkung mit Grapefruit bekannt ist oder vermutet wird:

 

ANWENDUNGSGEBIET

BETROFFENE ARZNEISTOFFE

Krebsbehandlung

Crizotinib, Dasatinib, Erlotinib, Everolimus, Lapatinib, Nilotinib, Pazopanib, Sunitinib, Vandetanib, Vemurafenib

Behandlung oder Verhinderung von Infektionen

Erythromycin, Halofantrin, Maraviroc, Primaquin, Chinin, Rilpivirin

Senkung des Cholesterinspiegels

Atorvastatin, Lovastatin, Simvastatin

Behandlung von Herz- und Blutgefäßerkrankungen

Amiodaron, Apixaban, Clopidogrel, Dronedaron, Eplerenon, Felodipin, Nifedipin, Quinidin, Rivaroxaban, Ticagrelor

Behandlung von psychischen Erkrankungen oder sonstige Wirkung auf das Gehirn

Alfentanil (oral), Buspiron, Dextromethorphan, Fentanyl (oral), Ketamin (oral), Lurasidon, Oxycodon, Pimozid, Quetiapin, Triazolam, Ziprasidon

Behandlung von Übelkeit

Domperidon

Unterdrückung der Immunabwehr

Cyclosporin, Everolimus, Sirolimus, Tacrolimus

Behandlung von Harnwegserkrankungen

Darifenacin, Fesoterodin, Solifenain, Silodosin, Tamsulosin

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


23.06.2015 / 02.07.2019

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