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Golden Milk ist dank Kurkuma der neue Super-Drink

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Die Golden Milk wird langsam zum Superstar der Hipster-Getränke. (pixabay.com)

Goldene Milch klingt eigentlich fürchterlich dekadent, doch die Golden Milk ist der neue Drink für jedermann. Wichtigste Zutat ist die Kurkuma, die gerne auch als Zauberknolle bezeichnet wird.

Es soll ja Getränke geben, die eine nur schwer nachvollziehbare Optik aufweisen. Man denke etwa an jene knallig blauen, roten oder grünen Säfte, die so mancher Standbesitzer als Slushy an den Mann bringen möchte. Die Zielgruppe dieser in Sachen Inhaltsstoffe wenig überzeugenden Zuckersäfte sind wohl hauptsächlich Kinder. Mit der Golden Milk, die sich ganz dem Namen entsprechend als goldene Milch entpuppt, sollen hingegen Erwachsene angesprochen werden.

Milch mit Kurkuma

Als Grundzutaten fungieren dabei eine beliebige Milchsorte und die Knolle Kurkuma - bei uns auch als Gelbwurz bekannt. Je nach Vorlieben kann das Gemisch mit Wasser aufgegossen, mit Ahornsirup gesüßt oder mit Pfeffer noch etwas aufgepeppt werden. Der Geschmack des Getränks ist den Zutaten entsprechend relativ außergewöhnlich, jeder wird den Drink mit Sicherheit nicht mögen. Eine Chance sollte man der Golden Milk aber geben, dafür sorgt schon alleine die viel zu selten gefeierte Kurkuma.

Bei kleinen Beschwerden optimal

Diese wird von ihren Fans nicht zu Unrecht auch Zauberknolle genannt, schließlich hält sie für unseren Körper einige Vorteile parat. Wesentlich ist vor allem ihre Rolle bei kleineren Magenbeschwerden, insbesondere gegen Blähungen zeigt sie sich effektiv. Die Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass die Leber verstärkt Gallensäuren abgibt, wodurch wiederum Fette leichter verdaulich werden. Einem beleidigten Magen kann man mit Kurkuma also durchaus mal auf die Sprünge helfen.

Demenz-Abwehrschild

In der Forschung gibt es außerdem erste Erkenntnisse, wonach die Knolle noch weitere beeindruckende Eigenschaften haben könnte. So wurden im Rahmen von Labortests Anzeichen einer krebshemmenden sowie Alzheimer vorbeugenden Wirkung erkannt. Diesbezüglich besteht in der Wissenschaft allerdings noch Klärungsbedarf. Denn ob das Naschen von Kurkuma tatsächlich vor Demenz oder Krebs schützen kann, ist noch offen.

Kleine Nachteile

Ein Nachteil der Knolle ist seine geringe Wasserlöslichkeit, wegen derer sie nicht sehr effektiv vom Darm aufgenommen werden kann. Selbst wenn wir regelmäßig einen entsprechenden Tee trinken, nehmen wir also kaum relevante Mengen der Kurkuma auf. Die Golden Milk einfach mal auszuprobieren kann aber mit Sicherheit nicht schaden. Nur Menschen mit Gallensteinen sollten von der Kurkuma eher Abstand nehmen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


30.01.2017