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Ginseng: Kraftspendende Wurzel

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Bei Müdigkeit und Erschöpfung können die Wirkstoffe von Ginseng helfen. (xb100 / Fotolia.com)

Erschöpft, miese Laune, mangelnde Konzentration? Die Ginseng-Wurzel, eines der ältesten Heilmittel in Ostasien, kann bei Überanstrengung und Schwächezuständen neue Energie liefern.

Die Ginseng-Wurzel wird traditionell bereits seit mehreren Jahrtausenden in China und Korea zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeit oder Schwächegefühl eingesetzt. Die getrockneten Wirkstoffe – Ginsenoside – der sogenannten "Menschwurzel" beschleunigen auch die Selbstheilungskräfte des Körpers nach einer Krankheit. Die Wurzeln der Pflanze sind besonders reich an Ginsenosiden, ätherischen Ölen und Phytosterolen.

Was kann die Ginsengwurzel?

Ginseng kann folgende positive Effekte hervorrufen:

  • Untersützung bei allgemeinen Schwäche- und Ermüdungszuständen

  • Steigerung der Leistungsfähigkeit

  • Verbesserung der Merkfähigkeit

  • Unterstützung bei leichten Depressionen

  • Steigerung der Konzentration

  • Raschere Erholung nach einer Erkrankung

 

Wie bei vielen pflanzlichen Stoffen dauert es auch hier länger, bis eine Wirkung eintritt. Die Einnahme eines Extraktes oder Pulvers sollte daher über 3 bis 4 Wochen lang erfolgen. Entscheidend für die Wirkung ist die Höhe des Ginsenosidgehaltes. Er sollte bei einer empfohlenen Tagesdosis von 25-30 mg Ginsenoside-Extrakt bzw. bei Kapseln und Pulver bei 1 Gramm täglich liegen. Ginseng-Extrakte sollten nicht länger als 3 Monate angewandt werden, bessern sich Müdigkeit und Erschöpfung nicht, kann auch eine Krankheit dahinterstecken, die der Arzt unbedingt abklären sollte.

Roter Ginseng, weißer Ginseng

Ginseng ist nicht gleich Ginseng, dafür sorgen die unterschiedliche Ginsengsorten. Unter allen Ginsengarten ist Panax Ginseng C.A. Meyer eine begehrte Wurzel, da sie eine hohe Wirkstoffkonzentration aufweist. Weiters wird zwischen weißem und rotem Ginseng unterschieden:

  • Weißer Ginseng: Die Wurzeln werden im Freien oder im Ofen getrocknet, dabei löst sich die äußerste Korkschicht ab. Das Abschälen dieser Schichte muss besonders behutsam erfolgen, denn die wertvollen Ginsenoside sitzen direkt unter der Rinde.

  • Roter Ginseng: Er entsteht, wenn die Wurzeln mit heißem Dampf behandelt und anschließend getrocknet werden. Durch dieses Verfahren werden die Ginsenoside besonders gut erhalten, bis dato wurden insgesamt rund 30 Ginsenoside im Roten Ginseng identifiziert. Zum Vergleich: Weißer Ginseng weist meist bis zu 11 Ginsenoside auf.Darüber hinaus enthält Roter Ginseng eine Vielzahl wertvoller Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren und Vitamine. Roter Ginseng gilt in den Ursprungsländern wie China oder Korea allgemein als hochwertiger.

Nicht mit Koffein einnehmen

Ginseng und Koffein (Kaffee, schwarzer Tee..) vertragen sich nicht,  wer hohen Blutdruck hat oder blutgerinnungshemmende Mittel einnehmen muss, sollte ebenfalls auf Ginsengextrakte verzichten.

 

Wer mal Ginseng-Tee verwenden möchte, hier eine Anregung: 3 Gramm (1 Teelöffel entspricht etwa 3,5 Gramm) fein geschnittene Ginsengwurzeln mit kochendem Wasser übergießen, zirka 10 Minuten lang zugedeckt stehen lassen und dann abseihen. 1- 3 Tassen täglich 3 bis 4 Wochen lang trinken.

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


24.08.2015 / 02.07.2019
QUELLEN
V. Schmiedel, M. Augustin: Leitfaden Naturheilkunde. Methoden, Konzepte und praktische Anwendung, 5. Auflage, Urban & Fischer Verlag,/ Elservier, Amsterdam, 2007

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