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Warum Sie sich nicht für Ihr Gewicht schämen sollten

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Kein Stress bei Diäten, laut eine britischen Studie nehmen Betroffene dadurch zu. (Pixabay.com)

Übergewichtige, die sich für ihr Gewicht schämen ("Fat shaming") nehmen eher zu, als solche, die damit gut umgehen können. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie aus Großbritannien.

Fühlen sich übergewichtige oder adipöse Menschen unwohl in ihrem Körper, so können sie sich häufig nicht dazu ermutigen etwas dagegen zu tun und werden sogar noch dicker. Die britischen Forscher untersuchten 3.000 Erwachsene über einen Zeitraum von 4 Jahren. Davon fühlten sich 5 % unglücklich in ihrer Haut und nahmen in dieser Zeit zirka 0,95 Kilo zu - im Gegensatz zu übergewichtigen Menschen, die zu ihrem Gewicht standen: Sie verloren sogar durchschnittlich 0,71 Kilogramm. Die Studie wurde in der Zeitschrift "Obesity" veröffentlicht und zog auch diskriminierendes Verhalten gegenüber Übergewichtigen mit ein.

Gewichtsverlust wird durch "Fat Shaming" nicht begünstigt

Das Team des University College London (UCL) konnte mit den Ergebnissen beweisen, dass - entgegen der bisherigen Annahme, "Fat Shaming" könnte Übergewichtige ermutigen Gewicht zu verlieren - Betroffenen eher in ihrer "Komfortzone" bleiben würden, als etwas dagegen zu unternehmen, wie z.B. die Ernährung umzustellen oder sich mehr zu bewegen.

 

Hinzu kommt das Verhalten gegenüber dicken Menschen: Sie werden oft geringschätzig behandelt, was sich wiederum auf ihr Selbstwertgefühl auswirkt.

 

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass bei Menschen, die unglücklich über ihr Gewicht sind und diesbezüglich diskriminiert werden, sich kein Gewichtsverlust einstellt," so Hauptautorin der Studie Dr. Sarah Jackson vom UCL.

Stress hat Auswirkungen auf den Hunger-Sättigungs-Mechanismus

Das Fazit der Studie: Wie die Gesellschaft mit Übergewichtigen umgeht, beeinflusst die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Das diskriminierende Verhalten ihnen gegenüber sei Teil des Problems und nicht die Lösung um sie anzuspornen etwas dagegen zu unternehmen. Denn der Stress, insbesondere durch das Stresshormon Noradrenalin, den die Betroffenen dabei empfinden, soll verantwortlich dafür sein, dass der Appetit steigt. Der Faktor "Stress", hat Auswirkungen auf den Hunger-Sättigungsmechanismus.

 

Erst kürzlich hat das UCL Studienergebnisse veröffentlicht, demnach Diäten zwar zur Gesundheit beitragen, aber nicht glücklicher machen sollen.

AUTOR


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


11.09.2014

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