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Sind Gene schuld an unseren Essensvorlieben?

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Bei einer Vorliebe für ungesunde Ernährung trifft die Gene zumindest eine Teilschuld. (beats - Fotolia.com)

Obwohl die Nachteile bekannt sind, können viele Menschen besonders zucker- oder salzreichen Lebensmitteln oft schwer widerstehen. Unsere Gene tragen dabei zumindest eine Mitschuld.

Wer Fast Food zur täglichen Hauptspeise erklärt, regelmäßig noch ein paar Schokoriegel nachschiebt und am Wochenende gerne über den Durst trinkt, lebt nicht allzu gesund. Obwohl diese Erkenntnis wohl kaum ein großes Geheimnis ist, fällt es vielen von uns sehr schwer, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Davon können etwa Betroffene der oft zitierten Schokosucht ein Lied singen.

Keine Charakterschwäche

Als Außenstehender sollte man nicht den Fehler machen, entsprechende Menschen als charakterschwach abzuschreiben. Denn auch die Gene spielen bei der Widerstandsfähigkeit gegenüber bestimmtem Essen offensichtlich eine große Rolle. Das wollen Forscher in Spanien herausgefunden haben, die eine frühere Studie genutzt haben, um die Daten von mehr als 800 Erwachsenen zu analysieren.

Schoko, Salz und Fett!

Auf diese Weise konnten bestimmte Genmodifikationen im Gehirn identifiziert werden, die unseren persönlichen Essensgeschmack teils stark beeinflussen. So ist beispielsweise der starke Hang zu Schokolade einer bestimmten Form jenes Gens zuzuordnen, das die Aufnahme des Kuschelhormons Oxytocin steuert. Andere Genvarianten lassen ihre Besitzer hingegen zu viel Salz oder Fett neigen.

Individuelle Diät

In diesem Ausmaß war der Einfluss der Gene auf unsere Ernährungspräferenzen bisher noch nicht untersucht worden. Aus Sicht der Autoren werden die Erkenntnisse in Zukunft einen praktischen Nutzen haben. Demnach könnte es Ernährungswissenschaftern schon bald möglich sein, eventuell notwendige Diäten individueller auf die Genetik des Betroffenen abzustimmen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


24.04.2017

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