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Gemüsechips sind auch nicht gesünder

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Kartoffelchips sind längst verschrien, doch auch die Variante aus anderen Gemüsesorten ist nicht gesünder. (Aaron Amat / Shutterstock.com)

Gemüsechips erobern als neuester Trend den Markt und sollen eine gesündere Alternative zur Kartoffelvariante darstellen. Ein Warentest kommt allerdings zu einem anderen Schluss.

Als Hyperphagie oder auch Kartoffelchips-Effekt wird jenes Phänomen bezeichnet, bei dem Menschen trotz längst gesättigten Hungers noch weiter essen. Wie der Name bereits andeutet, sind wir bei Chips besonders gefährdet, was unserer Gesundheit nicht unbedingt zuträglich ist. Ein hoher Fett- sowie Salzgehalt machen die beliebte Knabberei zu einer Kalorienbombe, mit der wir unserem Körper leider keinen Gefallen tun.

Chips-Revolution?

Zum Glück hat sich aus den Untiefen der Bio-Läden aber nun eine Alternative in den Mainstream gekämpft, die all diese Bedenken rack-zack auslöschen soll. Gemüsechips sind der neueste Supermarkttrend und lassen das Herz eines jeden ernährungsbewussten Knabberei-Abhängigen höherschlagen. Doch sind die Produkte wirklich das was sie versprechen - eine gesunde Alternative zu Kartoffelchips?

Schwach im Geschmack

Nein. So klar und deutlich sieht die Antwort aus, wenn es nach den Experten von Stiftung Warentest geht. Die Produkttester des bekannten deutschen Instituts haben 15 verschiedene Gemüsechips-Mischungen ausprobiert. Schon in Hinsicht auf den reinen Genuss schnitten die meisten Produkte eher enttäuschend ab. Immerhin drei der getesteten Chips-Sorten bewerteten die Tester im Geschmack als Sehr Gut, die meisten Produkte hinterließen aber nur einen mittelmäßigen Eindruck.

Fett, Salz, Kalorien

Eine pappige Konsistenz wurde ebenso kritisiert wie fettiger Geruch und ein brandiger Ton. Doch während sich über Geschmack bekanntlich streiten lässt, sind andere Aspekte der Analyse objektiv gültig. Das Versprechen eines gesunden Snacks kann keines der getesteten Produkte einhalten, was auf altbekannte Probleme zurückzuführen ist. Wahlweise zu viel Fett, Salz oder Zucker machen eben nicht nur Kartoffel-, sondern auch Gemüsechips zu schaffen – vom hohen Kaloriengehalt ganz zu schweigen.

Guter Ruf

Dass vier der Produkte mit kritischen Stoffen wie Nitrat oder Acrylamid zu kämpfen hatten, ist in diesem Zusammenhang nur noch das i-Tüpfelchen. Angesichts des Vertrauens, das dem neuen Trend entgegengebracht wird, dürften die Ergebnisse einige Konsumenten enttäuschen. Immerhin 40% der von Stiftung Warentest befragten Personen hielten Gemüsechips für gesünder als deren Pendant aus Kartoffeln.

Maß entscheidend

Dennoch muss niemand gänzlich auf Chips verzichten, viel mehr ist wie so oft das richtige Maß entscheidend. Für den täglichen Verzehr sind sie nicht geeignet, ein paar von ihnen gelegentlich auf einer Party zu verdrücken ist aber sicherlich kein Malheur. Wer beim nächsten Fernsehabend bewusst gesündere Snacks auftischen möchte, kann zum Beispiel auf aufgeschnittenes Obst, Nüsse oder Karotten zurückgreifen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


04.09.2017

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