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Sexy Bezeichnung macht Gemüse attraktiver

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Gemüsegerichte können sehr schmackhaft sein, wir müssen uns nur zu ihnen überreden. (Pixabay)

Der Mensch ist zwar hochkomplex, manipuliert werden kann er manchmal aber ganz leicht. Forscher haben nun herausgefunden, wie wir unserem Gehirn Lust auf Gemüse vorgaukeln können.

Dank der wertvollen Inhaltsstoffe zählt Gemüse zu den wichtigsten Bestandteilen einer gesunden Ernährung. Eigentlich weiß das jedes Kind und dennoch tun sich selbst viele Erwachsene schwer, es ausreichend in den Speiseplan zu integrieren. Um Gemüse für die Menschen etwas attraktiver zu machen, benötigt es aber womöglich gar keiner allzu ausgefallenen Rezepte. Es könnte schon reichen, sich eines kleinen psychologischen Tricks zu bedienen.

Namensgebung

So wollen Forscher an der renommierten Stanford Universität in den USA herausgefunden haben, dass wir mehr Lust auf Gemüse haben, wenn uns dieses mit einem ansprechenden Namen verkauft wird. Getestet wurde dies über einen Zeitraum von etwa eineinhalb Monaten in einer Cafeteria der Universität. Dort wiederholten sich zwar die angebotenen Gemüsegerichte, doch bei der Bezeichnung gab es 3 verschiedene Varianten - klassisch und einfach, mit Betonung auf die Gesundheit oder aber modern und cool.

Dynamiten-Chili

Eine klassische Bezeichnung etwa war schlichtweg "Rote Beete". Wenige Tage später wurde sie, diesmal mit Fokus auf die Vorteile für die Gesundheit, erneut angeboten und entsprechend als "stark antioxidative Rote Beete" beworben. Bei der modernen Bezeichnungsvariante waren der Kreativität scheinbar keine Grenzen gesetzt, denn da gab es - frei übersetzt aus dem Englischen - "Dynamiten-Chili und scharfe Rote Beete mit Limetten-Ton".

Cooler Name punktet

Mit gewisser Distanz mag diese Spielerei unnötig, fast schon kindisch wirken, doch gewirkt hat sie allemal. Durchschnittlich wurden Gemüsegerichte etwa 220 Mal bestellt, wenn sie mit einem hippen Namen versehen wurden. Im Vergleich dazu gab es nur zirka 175 Bestellungen, sobald der klassische Name verwendet wurde. "Scharfe Rote Beete mit Limetten-Ton" scheint bei vielen Leute also größere Hoffnungen auf guten Geschmack zu wecken als "Rote Beete".

Ist Gemüse langweilig?

Die Variante, bei der die Gesundheitsvorteile betont wurden, schnitt hingegen am schlechtesten ab. Aus Sicht der Forscher könnte dies auf eine gesellschaftliche Haltung zurückzuführen sein. Denn gesundes Essen wird von vielen Menschen automatisch mit schlechtem oder zumindest langweiligem Geschmack assoziiert.

Interessant für Schulen

Für Fans der menschlichen Psychologie ist die Studie wohl ein absolutes Highlight. Wie leicht unser Gehirn zu manipulieren ist, birgt eine gewisse Faszination in sich. Doch die Erkenntnisse könnten auch einen praktischen Nutzen haben. Insbesondere Schulkantinen bekommen hier eine gute Idee geliefert, um den Schülern gesunde Gerichte näher zu bringen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


23.06.2017

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