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Gehirnaktivität steuert Fettverbrennung

Die Fettverbrennung wird vom Hirn gesteuert.
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Die Gehirnaktivität könnte einen Einfluss darauf haben, wie viel wir wiegen. (Africa Studio / Shutterstock.com)

Das Gehirn steuert nicht nur das Hungergefühl, sondern ist auch direkt an der Fettverbrennung beteiligt. Werden gewisse Enzyme im Gehirn gehemmt, wird die Fettverbrennung deutlich beschleunigt.

Das funktionierte in einer Studie sogar ganz ohne Ernährungsumstellung oder zusätzliche Bewegung. Mäuse, bei denen die Gene für bestimmte Enzyme ausgeschalten wurden, verloren innerhalb von nur 10 Tagen 10 % ihres Körperfettes. Ein 100 kg schwerer Mensch würde demnach in 10 Tagen 10 kg abnehmen. Das internationale Forschungsteam, das sich mit der Fettverbrennung durch veränderte Gehirnaktivität beschäftigt, erhofft sich aus ihrer Arbeit neue Therapien für krankhaftes Übergewicht.

Braunes Fett fördert Kalorienverbrennung

Im menschlichen Körper gibt es sowohl braunes, als auch weißes Fett. Ein übermäßiger Anteil an weißem Fett steigert das Risiko für Typ-2-Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Braunes Fett hat hingegen eine gesundheitsförderliche Wirkung: Es regt die Verbrennung von Kalorien und weißem Fett an und macht so langfristig schlanker.

Nicht nur Kälte verhilft zu braunem Fett

Bislang gingen Forscher davon aus, dass braunes Fett nur durch Kälteeinwirkung gebildet wird, da es dazu dient, den Menschen im Winter warm zu halten. Doch nun gibt es Hinweise darauf, dass auch die Gehirnaktivität beeinflusst, ob und wie viel braunes Fett wir bilden. Ist der Anteil an braunem Fett hoch genug, nehmen Menschen bei gleichbleibender Energiezufuhr trotzdem ab.

Übergewicht durch Fehler im Gehirn?

Die Studie deutet darauf hin, dass Übergewicht und bestimmte Gehirnaktivitäten zusammenhängen. Sind gewisse Signalketten in der Enzymproduktion gestört, kommt es sowohl bei Labortieren, als auch bei Menschen zu Übergewicht. Ernährung und sportliche Betätigung können einen wichtigen Beitrag zu der allgemeinen Gesundheit leisten und auch dabei helfen, Übergewicht zu vermeiden. Anscheinend gibt es aber zudem im Gehirn entscheidende Faktoren, die über das Körpergewicht (mit)entscheiden.

Hoffnung auf Medikament gegen Übergewicht

Bislang können Wissenschafter jedoch noch nicht genau sagen, wodurch die "Fettverbrennungs-Enzyme" im Menschen gehemmt oder aktiviert werden. Gene könnten dabei eine Rolle spielen. Die Hoffnung für übergewichtige Menschen besteht aber in einem Medikament, das auf die Enzymaktivität Einfluss nimmt und so den Körper dazu anregt, fettverbrennendes braunes Fett zu bilden.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Julia Wild


ERSTELLUNGSDATUM


20.11.2014

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