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Trauriges Junk Food: Fett macht depressiv

Fett macht depressiv
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Der Burger mag vielleicht lecker sein, aber glücklicher macht uns fettreiche Ernährung auch nicht. (Elnur / Fotolia)

Zu viel Fett ist ungesund – laut einer neuen Studie auch für die Psyche.

In der westlichen Welt weit verbreitete ungesunde Ernährungsweisen gelten als der Hauptgrund dafür, dass immer mehr Menschen von Übergewicht betroffen sind. Eine wesentliche Rolle in diesem Zusammenhang spielt Fett. Dieses ist zwar ein wichtiger Energielieferant für den Menschen, wird häufig aber in viel zu starkem Ausmaß konsumiert.

Psyche ernst nehmen

Dass zu viel Fett schlichtweg ungesund ist, dürfte den meisten Menschen klar sein. Unterschätzt wird in diesem Zusammenhang allerdings die Rolle der Psyche. Eine wegweisende Studie an der Med Uni Graz liefert nun Hinweise, wonach eine besonders fettreiche Ernährung auch Depressionen fördern kann.

Depressive Mäuse

Bei der Untersuchung bekamen Mäuse acht Wochen lang eine besonders fettreiche Ernährung verordnet. Wenig überraschend verzeichneten die Tiere danach eine starke Gewichtszunahme. Dazu kaum aber auch ein verändertes Verhalten der Vierbeiner. Die Mäuse zogen sich unter anderem stark zurück und vernachlässigten die Eigenpflege ihres Fells – beides klassische Symptome für eine Depression.

Den Ausweg finden

Zu den genauen Hintergründen dieses Zusammenhangs müssen noch weitere Untersuchungen folgen. Klar ist aber, dass am Ende der Studie bei den Tieren die Kommunikation zwischen Darm und Hirn gestört war. Beim Menschen dürfte noch ein weiterer Faktor hinzukommen. Eine ungesunde Ernährung kann zu Übergewicht führen, was wiederum in vielen Fällen Scham und soziale Isolation fördert. Den Ausweg aus diesem Teufelskreis kann eine professionelle Behandlung, beispielsweise im Rahmen einer Psychotherapie, darstellen. 

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


10.07.2018
QUELLEN
"High-fat diet induces depression-like behaviour in mice associated with changes in microbiome, neuropeptide Y, and brain metabolome." von P. Holzer et al. In: Nutritional Neuroscience, 2018. (10.07.2018)

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