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Die Top 8 der Sommerkräuter

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Für jedes Gericht ist ein passendes Kraut gewachsen. (Julia Sudnitskaya / shutterstock.com)

Frische Kräuter bereichern nicht nur den sommerlichen Speiseplan, sie sorgen auch für Pluspunkte auf dem Gesundheitskonto. 

Ob im Garten, auf der Fensterbank in der Küche, oder auf der Terrasse – für Kräuter ist immer Platz. Sie bringen Abwechslung in den kulinarischen Alltag und sind wahre Schutzschilder gegen kleinere Beschwerden. Um die optimale Wirkung erzielen zu können, sollten möglichst frisch geerntete Kräuter verwendet werden. 

Top 1 der Sommerkräuter: Basilikum

Das Königkraut zählt zu den Klassikern in der Küche und gilt als besonders gesund. Bereits seit Jahrtausenden als Heilpflanze verehrt, stärkt Basilikum das Immunsystem. Aufgrund seiner antibakteriellen, entzündungshemmenden und antioxidativen Inhaltsstoffe hält das Kraut mit dem pfeffrigen Geschmack Krankheitserreger fern. 

 

Zubereitungsmöglichkeiten: Traditionellerweise erfreut sich Basilikum in Kombination mit Tomaten und Mozzarella als Caprese-Salat oder in Form von Pesto großer Beliebtheit. Daneben verfeinert es Soßen, etwa zu Fisch und Fleisch und schmeckt in der Hollandaise zu Spargel und Gemüsegerichten. Exotisch aber kulinarisch stimmig findet Basilikum auch in Desserts Verwendung – beispielsweise als erfrischendes Zitronen-Basilikum-Sorbet.  

Top 2 der Sommerkräuter: Rosmarin

Wie viele Heilpflanzen enthält Rosmarin ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide, die für die Gesundheit von Nutzen sind. Rosmarinöl setzt sich vorwiegend aus den Substanzen 1,8-Cineol, Kampfer und Alpha-Pinen zusammen, die sowohl die Durchblutung der Haut anregen als auch den Kreislauf ankurbeln. So wirkt Rosmarin vitalisierend und wird gerne zur Behandlung von Erschöpfungszuständen eingesetzt. 

 

Zubereitungsmöglichkeiten: Rosmarin harmoniert gut mit Pilzen und Kartoffeln. Eine schmackhafte und rasch zubereitete Speise sind Rosmarinkartoffeln. Hierfür werden Kartoffeln gemeinsam mit Öl und Salz für circa 45 Minuten in den Ofen gegeben und mit den zart-bitteren, leicht harzigen Nadeln bestreut. Rosmarin mundet auch in Fleisch- und Fischgerichten. Der Vorteil: Dank seiner verdauungsfördernden Eigenschaften wird Deftiges bekömmlicher. 

Top 3 der Sommerkräuter: Thymian

Thymian gilt als eines der wirksamsten natürlichen Antibiotika überhaupt. Die Substanz Thymol wirkt wachstumshemmend auf Keime wie Bakterien, Pilze und Viren. Die desinfizierenden ätherischen Öle wirken vor allem in der Lunge und im Magen-Darm-Trakt, weshalb sich der Tausendsassa vor allem zur Behandlung von Atemwegsinfektionen und Verdauungsproblemen bezahlt macht. 

 

Zubereitungsmöglichkeiten: Thymian passt gut zu mediterranem Gemüse wie Zucchini, Auberginen, Tomaten und Paprika. Auch Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichte bedienen sich seines würzigen Aromas, das nur vorsichtig dosiert werden sollte. Schnell übertönt das intensive Aroma des Thymians andere Geschmacksnuancen. 

Top 4 der Sommerkräuter: Majoran

Bereits in der Antike als Würz- und Heilpflanze verehrt, lindert Majoran Migräne und Verdauungsprobleme. Aufgrund seiner hormonell ausgleichenden Wirkung hilft das Kraut auch bei Menstruationsbeschwerden. Da Majoran Arbutin und Hydrochinon enthält, ist er weder zur Daueranwendung geeignet, noch sollte er überdosiert werden. 

 

Zubereitungsmöglichkeiten: Wegen seines kräftigen Geschmacks schätzt man Majoran in der deftigen Küche. So verleiht er Eintöpfen, Suppen, Wurst- und Fleischgerichten Geschmack und Raffinesse. In Kombination mit Äpfeln ergibt Majoran eine wunderbare Beilage zu Wild, Gans und Grillgut.  

Top 5 der Sommerkräuter: Schnittlauch

Das Lauchgewächs enthält nicht nur viel Vitamin C, sondern auch wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Sulfide. Diese schwefelhaltigen Verbindungen hemmen das Wachstum von Mikroorganismen und können so Infektionen vorbeugen. Das Kalium im Schnittlauch verhindert zudem die Ansammlung von Wasser im Gewebe und die Bildung von Harnsäure.

 

Zubereitungsmöglichkeiten: Mit seinem zarten zwiebelartigen Geschmack verfeinert Schnittlauch Soßen, Salate und Eierspeisen. Je kleiner Schnittlauch geschnitten wird, desto mehr ätherische Öle werden freigesetzt und umso intensiver ist das Aroma. Tipp: Das regelmäßige Abschneiden der Schnittlauchhalme fördert das Wachstum und den Neuaustrieb.  

Top 6 der Sommerkräuter: Petersilie

Ob glatt oder kraus – Petersilie strotzt vor gesunden Inhaltsstoffen. Sie enthält etwa 3 Mal so viel Vitamin C wie Zitrusfrüchte und liefert außerdem B-Vitamine, Carotinoide, Kalzium und Magnesium. Als Fluorquelle schlägt Petersilie mit 110 Mikrogramm auf 100 Gramm alle anderen Kräuter aus dem Feld. Ihre entwässernde Wirkung spült die Harnwege durch und schwemmt Bakterien und Giftstoffe aus. 

 

Zubereitungsmöglichkeiten: Als Küchenklassiker passt Petersilie beinahe zu jedem Gericht. Sie kann für Schmorgerichte, Karoffel- und Gemüsespeisen ebenso verwendet werden wie für Kräuterbutter und Dips. Um die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe zu bewahren, sollte Petersilie Gerichten immer erst zum Schluss beigemengt werden. Durch langes Kochen büßt sie außerdem an Aroma ein. 

Top 7 der Sommerkräuter: Oregano

Das traditionelle Pizzagewürz zählt zu den stärksten Antioxidanzien. Laut einer im Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlichten Studie hat es eine 42 Mal höhere antioxidative Aktivität als Äpfel, eine 30 Mal höhere als Kartoffeln und eine 4 Mal höhere als Heidelbeeren. In der Praxis bedeutet das: Ein Esslöffel Oregano weist dieselbe Menge an Antioxidanzien wie ein mittelgroßer Apfel auf. Als Allroundmittel gegen Keime wirkt Oregano sowohl antiviral, als auch antibakteriell und antimykotisch, sprich er macht Pilzen den Garaus. 

 

Zubereitungsmöglichkeiten: Kaum ein italienisches Pasta-Gericht kommt ohne Oregano aus. Als fixer Bestandteil mediterraner Gewürzmischungen passt das Kraut zu Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, aber auch Hülsenfrüchten und Kartoffeln. Da sich sein Aroma beim Kochen intensiviert, sollte Oregano mindestens 15 Minuten mitgegart werden. 

Top 8 der Sommerkräuter: Salbei

Die ätherischen Öle Cineol und Camphen regen die Durchblutung an, wirken desinfizierend und keimtötend. Salbeiblätter finden daher bei Entzündungen im Mundraum oder bei Halsschmerzen Anwendung. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken adstringierend – das heißt sie ziehen die Haut zusammen – und trocknen aus. Verschleimungen können sich so leichter lösen und Blutungen gestillt werden. Wohltuend bei Husten und Zahnfleischentzündungen – um nur zwei Beispiele zu nennen. 

 

Zubereitungsmöglichkeiten:Salbei verleiht Fleisch, Nudeln und Hülsenfrüchten einen mediterranen Touch. Auch Fischgerichte gewinnen durch ihn. Salbeiblätter können als Zutat für ein Erfrischungsgetränk ebenso verwendet werden wie als Beilage in Form von Polenta. Tipp: In Butter kurz angebraten, kann sich das intensive Aroma des Salbeis am besten entfalten. 

AUTOR


Mag. Sylvia Neubauer


ERSTELLUNGSDATUM


06.06.2019