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Wunderbeere - Heidelbeere

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Heidelbeeren senken den Cholesterinspiegel auf natürliche Weise. (Pixabay.com)

Heidelbeeren enthalten eine Menge Antioxidantien, schützen vor Krebs, Hautalterung und senken den Cholesterinspiegel. Nun wurde entdeckt, wie die "kleinen Blauen" die Blutfettwerte positiv beeinflussen.

Die auch in heimischen Wäldern verbreitete Heidelbeere aus der Familie der Heidekrautgewächse ist eine wahre Gesundheitsbombe. Sie enthält z.B. eine Menge Vitamin C und beugen Schnupfen, Husten und Co vor. Auch bergen sie fast keine Kalorien (37 kcal pro 100 g) und schmecken einfach lecker. Schon seit Längerem sind Heidelbeeren auch als herausragende Cholesterinsenker bekannt. Im "European Journal of Nutrition" wurde eine Studie veröffentlicht, die genau erklärt, wie die süße Heidelbeere auf unsere Blut wirkt. Die winzigen "Helden" in der Beere heißen Anthocyane.

Heidelbeeren helfen dem Darm

Die sogenannten Anthocyane helfen dem Körper mehr Cholesterin über den Darm auszuscheiden, anstatt es "einzulagern". Ein chinesisches Team aus Wissenschaftern konnte diesen Effekt an Hamstern nachweisen. Eine Gruppe der pelzigen Nager bekam über 6 Wochen cholesterinreiches Futter in Kombination mit einem halben Promille Anthocyanen, eine zweite Gruppe mit einem ganzen Promille. Die Hamster-Kontrollgruppe fraß die ungesunde Nahrung ohne den Power-Stoff aus der Heidelbeere.

Versuchstiere zeigen deutliche Senkung des Cholesterinspiegels

Bei allen Tieren wurden nach den 6 Wochen die Blutfettwerte gemessen, das Ergebnis war erstaunlich: Die Hamster, die zusätzlich Anthocyane mit dem Futter aufnahmen, hatten einen - abhängig von der Dosierung - um 6 bis 12 % niedrigeren Cholesterinspiegel als vor dem Experiment. Die Hamster schieden zu 22 bis 29 % (bei 0,5 Promille Anthocyane) bzw. zu 41 bis 47 % (bei 1 Promille Anthocyane) mehr Cholesterin über den Darm aus. Kurz: Je mehr Anthocyane in der Hamsternahrung waren, desto mehr Cholesterin wurde über den Hamsterverdauungstrakt ausgeschieden.

Heidelbeeren naschen lohnt sich

Laut den Forschern lässt sich das erfreuliche Ergebnis aus den Hamster-Blutbildern auch auf den Menschen übertragen. Heidelbeeren sollten also auf jeden Fall öfter auf dem Speiseplan stehen, z.B. ins morgendliche Müsli gerührt oder über den Salat gestreut. Anthocyane sind nicht nur in den Beeren, sondern in vielen blauen Früchten und auch Gemüsesorten enthalten.

AUTOR


Mag. Julia Wild


ERSTELLUNGSDATUM


07.08.2015
QUELLEN
Professor Zhen-Yu Chen et al., "Heidelbeer-Anthocyane mit einer Dosis von 0,5 und einem Promille senken den Cholesterinspiegel durch eine erhöhte Ausscheidung von sauren und neutralen Sterolen mit dem Kot bei Hamstern, die cholesterinreiches Futter erhalte"", European Journal of Nutrition, 2013

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