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Begünstigt Plastik Lebensmittelallergien?

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Bisphenol A - häufig in Plastik enthalten - steht im Verdacht, Lebensmittelallergien auszulösen. (Pixabay.com)

Plastik ist gesundheitsschädigend: Das gilt besonders für Bisphenol A - enthalten in vielen Lebensmittelverpackungen. Eine Studie weist eine Verbindung zwischen der Chemikalie und Lebensmittelallergien nach.

Sie wurde vom französischen agrarwissenschaftlichen Fachinstitut (Inra) rund um Eric Houdeau durchgeführt. Die Ergebnisse sind gerade im Hinblick auf Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien interessant und aufschlussreich: Die Ratten entwickelten Allergien und Unverträglichkeiten - ob das für den Mensch auch gilt, werden weitere Studien klären. Besonders bei der Innenbeschichtung von Dosen und der Herstellung von Plastikflaschen kommt Bisphenol A verstärkt zum Einsatz.

Plastik macht Ratten krank

So sind die Forscher aus Frankreich vorgegangen: Zunächst wurde in 2 Gruppen geteilt. Beide wurden mit unterschiedlichen Mengen Bisphenol A in Berührung gebracht. Das Ergebnis: Jene Ratten, deren Mütter im Versuch größere Mengen der Chemikalie verabreicht bekommen haben, entwickelten später Unverträglichkeiten oder sogar Allergien gegen ein Eiweiß-Protein mit dem sie gefüttert wurden.

Alles in Plastik?

Der Beeinträchtigung des Immunsystems  durch Bisphenol A wird schon länger Aufmerksamkeit geschenkt. Nachgewiesene Effekte sind bisweilen:

 

  • Hormonveränderungen
  • Nervenschädigungen
  • Krebserkrankungen

 

Die Substanz kommt hauptsächlich bei der Innenbeschichtung von Konservendosen, in Plastikflaschen sowie in Verpackungen aus Polycarbonat zum Einsatz. Besorgniserregend: Bisphenol A kann bereits durch einfachen Hautkontakt in den Organismus gelangen und dort Schäden anrichten.

 

Houdeau räumt ein, dass die Ergebnisse auf Basis der Experimente mit Ratten nicht 1:1 auf den Menschen übertragen werden können. Weitere Studien seien nötig. Für den Menschen bestünde  aber dennoch erhöhtes Risiko, aufgrund des Kontakts mit Bisphenol A, an Unverträglichkeiten oder Allergien zu erkranken.

 

Besonderes Augenmerk gilt mittlerweile auch dem Stoff Bisphenol S. Er wird vermehrt bei der Herstellung von Babyfläschchen eingesetzt, seit die Verwendung von Bisphenol A für Babyprodukte im Jahr 2011 untersagt wurde.

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


06.08.2014

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