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Wie groß darf mein Bauchumfang sein?

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Bei Übergewicht wirklich schädlich ist das Bauchfett, daher ist die Größe des Bauchumfangs ein guter Richtwert. (Pixabay.com)

Hüfte, Po, Beine – all das soll den Schönheitsidealen entsprechend schlank, knackig und straff sein. Für die Gesundheit ist die Größe des Bauchumfangs allerdings wesentlich relevanter. Wie groß darf er sein?

Fett ist nicht gleich Fett. Rein optisch mag es wenig relevant sein, ob nun der Po ein bisschen zu groß ist oder ob der Bauch dicker ist. Aus gesundheitlicher Sicht muss dennoch ganz klar unterschieden werden:

  • Apfelform: Das Übergewicht sammelt sich im Bauchbereich. Für den Stoffwechsel ist vor allem das Bauchfett - genauer genommen jenes Fett, das sich in der Leber und anderen Bauchorganen festsetzt - gefährlich.
  • Birnenform: Hier lagert sich überschüssiges Fett am Po bzw. rund um die Oberschenkel ab.

Viszerales und subkutanes Fett

Dass wir überhaupt Fettgewebe ansammeln ist evolutionär bedingt. Bei Nahrungsknappheit dient das überschüssige Fett praktisch als Energiereserve. Heute bleiben für die meisten Menschen nur die negativen Konsequenzen, denn das Fettgewebe ist keineswegs passiv. Vielmehr produzieren Fettzellen hunderte Hormone, die sich unterschiedlich auf den Körper auswirken. Dabei sind nicht alle Fettzellen gleich:

  • subkutanes Fett: liegt direkt unter der Haut und ist tendentiell ungefährlicher
  • viszerales Fett: inneres Fettgewebe, das deutlich mehr schädliche Hormone produziert

 

Verteilt sich das überschüssige Fett, ist der Anteil an subkutanem Fett höher. Bei einem Bierbauch bzw. generell beim Bauchfett ist hingegen viszerales Fett stärker vertreten.

Richtwerte für den Bauchumfang

Entscheidend für die Gesundheit ist also der Bauchumfang, der leicht gemessen werden kann. Dabei legen Sie das Maßband am Rand des Beckenknochens auf. Ein Gesundheitsrisiko stellen folgende Werte dar:

 

 

Frauen

Männer

Leicht erhöhtes Risiko

ab 80 cm

ab 94 cm

Stark erhöhtes Risiko

ab 88 cm

ab 102 cm

 

Wenn Sie in einer dieser Kategorien fallen sollten, ist eine Gewichtsreduktion zu empfehlen. Zu den größten Gesundheitsrisiken von Adipositas zählen Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


17.02.2016

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