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So erkennen Sie Analogkäse!

In Fertigprodukten steckt nicht immer echter Käse.
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Besonders schwer zu erkennen ist geschmolzener Analogkäse – auf der Pizza beispielsweise unterscheidet sich das Imitat geschmacklich weniger stark vom Original. (AS photo studio / Shutterstock.com)

"Analogkäse" ist kein Käse, sondern ein billiges Ersatzprodukt aus gehärtetem Fett und Geschmacksverstärkern. Wie können Sie diesen "Käse" erkennen?

Derzeit besteht in der EU (noch) keine Kennzeichnungspflicht für das Käse-Imitat. In der Herstellung ist es um bis zu 40 % billiger als echter Käse. Analogkäse gilt nicht als akut giftig, ist jedoch langfristig gesundheitsschädlich. Der Grund: Minderwertige pflanzliche Fette werden gehärtet, um die gewünschte Konsistenz zu erzielen. Diese Transfette schaden dem Herz und erhöhen den Cholesterinspiegel. Im Gegensatz zu echtem Käse enthält Analogkäse deutlich weniger knochenstärkendes Kalzium. Übrigens: Analogkäse ist nicht immer vegan und oft nicht einmal vegetarisch. Wie Sie das Imitat leicht erkennen.

Analogkäse erkennen 1: "Überbacken" beachten

Besonders schwer zu erkennen ist geschmolzener Analogkäse – hier unterscheidet sich das Imitat geschmacklich weniger stark vom Original. In Restaurants wird Analogkäse deshalb gerne für Pizzen oder zum Überbacken anderer Speisen verwendet. Ein Hinweis liefert hier genaues Lesen der Speisekarte. Steht nur "überbacken" statt "mit Käse überbacken", könnte sich Analogkäse im Essen verstecken.

Analogkäse erkennen 2: Käsenamen lesen

Nur echter Käse darf in der Liste der Inhaltsstoffe als solcher bezeichnet werden. Im Produktnamen verstecken Hersteller aber gerne das Wort "Käse", obwohl auch oder ausschließlich Analogkäse enthalten ist.

 

Hinter solchen Käse-Namen könnte sich Analogkäse verstecken:

  • … mit Käse
  • Mit Käse zubereitet
  • Weißer Käse
  • (Salat-)Käse griechischer Art
  • Hirtenkäse
  • Veganer Käse

Analogkäse erkennen 3: Feta unter der Lupe

Schafskäse ist teurer als Kuhmilchkäse. Deshalb lohnt sich ein Käse-Imitat hier für die Hersteller besonders. Der Unterschied zwischen echtem und Analog-Feta ist manchmal mit freiem Auge sichtbar. Das Käse-Imitat wirkt ganz glatt und einheitlich, während echter Feta häufig kleine Risse und Kerbe aufweist.

Analogkäse erkennen 4: Inhaltsstoffe lesen

Die Liste der Inhaltsstoffe gibt Aufschluss über echten Käse bzw. Analogkäse.

 

Folgende Zutaten sind in echtem Käse erlaubt:

Immer: Milch (Mit Fettangabe: … % Fett i. tr.)

Manchmal: Lab (meist aus Rindermägen gewonnen, nicht vegetarisch)

Manchmal: Beta-Carotin (Farbstoff)

 

Analogkäse kann ganz unterschiedliche Zutaten enthalten, z.B. gehärtetes Pflanzenfett, verschiedene E-Nummern (Emulgatoren), Milcheiweiß, Stärke, Geschmacksverstärker, usw. Viele dieser Inhaltstoffe sind beim "Clean Eating" nicht erlaubt, da es sich um künstliche Zusätze handelt, statt um echte Lebensmittel. 

 

Die Reihenfolge der Zutaten gibt Aufschluss über die Zusammensetzung des Produktes. Wird Milch als erster Inhaltsstoff genannt, ist mehr Milch als alles andere enthalten, wie das bei echtem Käse sein sollte. Kommt Milch erst an späterer Stelle, ist sie vielleicht beigemengt – um ein Käse-Imitat handelt es sich dennoch.

Analogkäse erkennen 5: Fertigprodukte genauer betrachten

Bei "puren" Käse-Produkten ist Analogkäse noch relativ einfach von echtem Käse zu unterscheiden, sei es am Geschmack, Geruch oder der Zutatenliste. Schwieriger wird es bei Fertigprodukten, z.B. dem Cordon Bleu aus dem Tiefkühlregal, der Fertigpizza oder den gefüllten Teigtaschen. Hier könnte echter Käse durchaus als Inhaltsstoff genannt werden, was aber nicht garantiert, dass das Produkt nicht zusätzlich noch Analogkäse enthält. Auch hier hilft es, die Reihenfolge der Zutaten zu beachten. Ist Käse erst weit nach Pflanzenfett in der Zutatenliste gereiht, besteht Analogkäse-Verdacht.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Sylvia Neubauer


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


13.12.2016 / 12.07.2019
QUELLEN
Handbuch Nährstoffe, L. Burgerstein, Haug Verlag, 11. Auflage, Stuttgart, 2007
Mikronährstoffe, U. Gröber, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 3. Auflage, Stuttgart, 2011

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