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Dem Zucker wird der Kampf angesagt!

Stop-Schild vor Zuckerdose als Symbol für die Allianz gegen Zucker
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Auch der VLKÖ schließt sich nun dem Kampf gegen Zucker an. (Nitikorn Poonsiri / Shutterstock.com)

So süß er für den Gaumen ist, so schädlich kann er für den Körper sein: Österreichs Ärzte sagen dem Zucker nun den Kampf an.

Mit einer kleinen Nascherei gegen schlechte Launen vorzugehen, ist prinzipiell keine gute Idee. Dennoch hat sich wohl jeder schon mal beim Frustverzehr einer Süßigkeit erwischt. Wenngleich er durchaus für einen kurzen Glücksmoment sorgen kann, sollten wir der Versuchung Zucker aber nicht allzu oft verfallen. Wer zu viel davon konsumiert, schadet vor allem seinen Gefäßen, deren Regenerationsfähigkeit zurückgeht.

 

Empfohlen wird eine Maximalmenge von 50 Gramm Zucker pro Tag. In Österreich hält sich kaum jemand daran, 8 von 10 Personen liegen über dieser Grenze. Im Schnitt konsumiert man hierzulande täglich 92 Gramm Zucker. Dass sich Übergewicht, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes als Volkskrankheiten etabliert haben, ist vor diesem Hintergrund kaum verwunderlich.

Zucker reduzieren, Aufklärung verbessern

Von der Österreichischen Ärztekammer wurde in Kooperation mit einigen Lebensmittelproduzenten daher die Allianz gegen Zucker ins Leben gerufen. Dieser Kampagne schließt sich nun auch der Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs (VLKÖ) an. Präsident Primarius Univ.-Prof. Dr. Werner Langsteger sieht darin viel Potential: "Die meisten Fälle sind mit besserer Ernährung vermeidbar. Die angesprochenen Erkrankungen führen, wie sich am Beispiel Herzinsuffizienz zeigt, zu einer jährlichen Krankenhausaufnahme von rund 24.000 Personen. Das wäre großteils vermeidbar."

 

Reduktion und Aufklärung sind die beiden Säulen, auf denen die Allianz aufbauen möchte. So soll der Zuckergehalt von Lebensmitteln langsam reduziert werden, während insbesondere an Schulen bessere Aufklärungsarbeit gefordert wird. Unterstützung erhofft man sich künftig auch von der Politik. Die Aufforderung, bei zuckerreichen Produkten neue oder höhere Steuern einzuführen, wurde allerdings bereits abgelehnt.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


30.04.2019
QUELLEN
Presseaussendung des VLKÖ vom 25.04.2019