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Forscher entwickeln Alkohol ohne Nebeneffekte

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Alkohol soll nach der Idee britischer Forscher künftig ohne Nebenwirkungen auskommen. (Pixabay)

So lustig eine ausgelassene Feier mit reichlich Alkohol sein kann, so bitter ist meistens der nächste Morgen - ganz abgesehen von den Langzeitfolgen. Umso besser, dass Forscher nun eine gesunde Alternative entwickeln.

Es gibt wohl nichts im Leben, bei dem das richtige Maß so entscheidend ist wie beim Alkohol. Ein gelegentliches Schlückchen Wein oder Bier kann uns nicht nur in manch einer schwierigen sozialen Lage einen guten Ruck geben, sondern kann auch dem Körper recht wenig an. Kritisch wird es, wenn wir entweder zu regelmäßig trinken oder aber bei einer Gelegenheit zu viel erwischen. Dann drohen je nach Art der Übertreibung kritische Langzeitfolgen oder der berühmt-berüchtigte Kater am nächsten Tag.

Wunderstoff Alcosynth

Forscher des Imperial College in London wollen dieses ewige Dilemma nun lösen, indem sie eine risikofreie Alternative entwickeln. "Alcosynth" heißt ein von ihnen erfundener Stoff, der die befreiende, belustigende Wirkung von Alkohol perfekt imitieren, aber keine Nebeneffekte haben soll. Damit würde nicht nur der Kater fernbleiben, auch potentielle Schädigungen von Leber und Herz sollen dadurch ausgeschlossen werden können.

2050 schon überall?

Darüber ob der Wirkstoff auch Betroffenen einer Alkoholsucht helfen könnte, wurden keine Angaben gemacht. Angeblich wurde "Alcosynth" bereits erfolgreich getestet, im nächsten Schritt soll die britische Regierung mit an Bord gebracht werden. Schließlich kann sich auch die beste Erfindung der Welt ohne entsprechend teure Werbemaßnahmen nur schwer verbreiten. An Selbstbewusstsein mangelt es den Forschern jedenfalls nicht, denn sie gehen davon aus, dass sich ihre Erfindung bis 2050 als Standard etabliert.

Mehr Studien erforderlich

Ob das Vorhaben tatsächlich realistisch ist, muss in dieser Phase des Projektes sicherlich noch bezweifelt werden. Immerhin ist unklar, ob der Effekt des Alkohol-Imitats die Konsumenten tatsächlich befriedigen wird. Außerdem werden detaillierte Studien nötig sein, um mögliche unerwünschte Nebenwirkungen des Stoffes wirklich gänzlich ausschließen zu können.

Großes Potenzial

Dennoch ist der Ansatz des Londoner Forscherteams durchaus lobenswert und birgt mit Sicherheit großes Potenzial. Ganz anders verhält es sich mit einer anderen Idee, die Ende letzten Jahres in Australien für Schlagzeilen gesorgt hat. Dort wurde eine sogenannte Hangover-Klinik eröffnet, die nach einer durchzechten Nacht über den Kater hinweghelfen soll. Viele Kritiker sahen darin einen unreflektierten Aufruf zum Alkoholkonsum.

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


09.04.2018

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