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5 Fragen zur Milch

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Milch spielt in der Ernährung vieler Menschen eine wesentliche Rolle. (Pexels.com)

Ob im Kaffee, zu Cornflakes oder in verarbeiteter Form als Joghurt oder Käse - Milch ist fester Bestandteil alltäglicher Ernährung. Wir beantworten angesichts des Weltmilchtages 5 häufige Fragen zur Milch.

In den letzten Jahren geriet der gute Ruf der Milch arg ins Schwanken. Vom vitamin- und kalziumreichen Nahrungsmittel verkam sie zu einem Produkt mit vielen Kritikpunkten. Ist Milch angesichts neuer Erkenntnisse wirklich so gesund wie früher behauptet und wie viel davon trinken wir eigentlich? Wir sind 5 der häufigsten Fragen zur Milch auf den Grund gegangen.

Wie viel Milch konsumieren die Österreicher?

Im Schnitt konsumiert ein Österreicher ganze 79 Liter Milch pro Jahr, allerdings sind dabei auch Joghurt sowie Sauermilch dazugerechnet. Davon wird ein Fünftel verkocht, ein weiteres Fünftel pur getrunken. Den Großteil der Milch wird aber zur Verfeinerung von Kaffee und Tee verwendet.

Wie viel Milch ist gesund?

Zuviel Milch tut dem Körper nicht gut, maßvoller Genuss kann jedoch sehr gesund sein. Von der österreichen Gesellschaft für Ernährung wird ein Tagesverbrauch von etwa 200 Milliliter purer Milch sowie etwa zwei Scheiben Käse und einem kleinen Joghurt empfohlen. Übertriebener Konsum könnte das Risiko auf Prostatakrebs erhöhen, sonstige vermutete gesundheitliche Schäden (generell erhöhtes Krebsrisiko, Knochenschäden) konnten bisher noch nicht endgültig bestätigt werden.

Ist Milch gut für die Knochen?

Aufgrund ihres hohen Kalziumgehaltes wird Milch von den meisten Experten eine knochenstärkende Wirkung zugesprochen. Eine vor kurzem veröffentlichte Studie zweifelt diese These jedoch an und belegt angeblich auch, dass Milch den Knochen mehr schadet als nutzt. Allerdings sind diese neuen Erkenntnisse noch stark umstritten, handfeste Begründungen für das Phänomen wurde noch keine gefunden. Daher darf die Milch ihren Ruf als "Knochenfreund" vorerst behalten.

Was genau passiert bei der Laktoseintoleranz?

Eine Laktoseintoleranz bedeutet, dass der Körper Milchzucker (Laktose) nicht angemessen verwerten kann, da das dafür notwendige Enzym Laktase nicht ausreichend vorrätig ist. Dadurch wird der Milchzucker im Dünndarm nicht verdaut und löst im Dickdarm dann Durchfall sowie Übelkeit aus.

Muss ich mit Laktoseintoleranz ganz auf Milchprodukte verzichten?

Bei der Laktoseintoleranz gibt es zur Behandlung zwei verschiedene Möglichkeiten. Entweder Sie verzichten als Betroffener gänzlich auf Milchprodukte oder Sie steigen auf laktosefreie Alternativen um. Sie können sich aber auch von Ihrem Arzt Laktasetabletten verschreiben lassen, diese decken den Laktasebedarf im Körper und machen den Milchkonsum damit wieder verträglich.

Weiterführende Informationen

Wegweiser Nahrungsmittel-Intoleranzen, M. Ledochowski, TRIAS-Verlag, 1. Auflage, Stuttgart, 2009


Milchbüchlein, K. Pieper, BuchVerlag für die Frau, Leipzig, 2012


Karl Michaëlsson et al.: Milk intake and risk of mortality and fractures in women and men: cohort studies, In: The BMJ, 10/2014 (29.10.2014)

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Julia Wild


ERSTELLUNGSDATUM


01.06.2015

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